Mit immerVR auf dem Weg zum Instagram für VR

Mit immerVR auf dem Weg zum Instagram für VR

Hinter der VR-Bildbetrachtungssoftware immerGallery steckt die immerVR GmbH. Wir stellen das Unternehmen vor. 

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In unserer Serie „XR-Spotlight“ stellen wir Unternehmen und Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum vor, die Virtual Reality oder Augmented Reality innovativ einsetzen.

Wer steckt hinter immerVR?

Daniel Pohl ist CEO und Gründer der immerVR GmbH. Er war 14 Jahre bei Intel in der Forschung für zukünftige Computergrafik beschäftigt und hat an Themen wie Echtzeit-Ray-Tracing für Computerspiele, Virtual Reality und Eye Tracking gearbeitet.

Der Gründer von immerVR, Daniel Pohl. | Bild: immerVR

„Während meiner Zeit im Silicon Valley und in Deutschland habe ich mit Intel 67 Patente angemeldet und 15 wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht“, erzählt er. Doch dann zog es ihn zum eigenen VR-Projekt. Im Oktober 2021 gründet Daniel die selbstfinanzierte immerVR GmbH, meldet zwei weitere Patente an und veröffentlicht bald darauf die VR-Bildbetrachtungs-App immerGallery.

Was kann immerGallery?

Die VR-App immerGallery (Test) ermöglicht es Nutzer:innen, 180- und 360-Grad-Bilder bestmöglich zu betrachten. „Dabei geht es nicht nur um das Ansehen von Bildern in VR“, erklärt Pohl die Vision hinter der VR-App. „Es geht vor allem auch um das Teilen dieser Bilder und das gemeinsame Erleben in einer Art künftigem ‚Foto-Metaverse.“

Derzeit wartet die Branche noch auf das Instagram für Virtual Reality. Mit immerGallery strebt Gründer Daniel Pohl in diese Richtung: Kommende Updates lassen verschiedene Feeds von anderen Nutzer:innen per Link teilen und betrachten. Je mehr Feeds vorhanden sind, desto interessanter wird die App auch für Personen, die selbst keine 180- oder 360-Grad-Bilder machen.

Interessierte können sich einen ersten Eindruck in den über 50 immersiven Beispielfotos in verschiedenen Formaten in der kostenlosen immerGallery-Demo für Quest und Quest 2 machen. Die Vollversion von immerGallery erlaubt dann auch das Betrachten von eigenen oder importierten Bildern.

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Was macht immerGallery so besonders?

Natürlich gab es vor immerGallery schon andere Medien-Betrachter für Virtual Reality. Diese sind aufgrund der teilweise umständlichen Bedienung und durch technische Limitierungen oft kompliziert in der Nutzung. Ein Beispiel: Nach wie vor muss man in vielen Bildbetrachtern die Bildformate manuell festlegen, was bei einem Verzeichnis von Fotos mit verschiedenen Bildformaten schnell ermüdet.

„Oft muss ich mich durch verschiedene Dialoge für jedes einzelne Foto kämpfen“, zählt der immerVR-CEO auf. „Stellt das Bild den Inhalt in einem niedrigen Blickwinkel, 180° oder 360° dar? Ist es 2D oder 3D? Falls 3D – sind die Teilbilder für das linke und rechte Auge nebeneinander oder untereinander angeordnet?“

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Dabei werden Spezialfälle noch gar nicht berücksichtigt. Im Gegensatz dazu kann immerGallery Fotos, die etwa mit dem Canon 5.2 mm Stereo-Objektiv aufgenommen wurden, ohne störende benachbarte Linse anzeigen.

All diese Auswahlkriterien sind kompliziert und mit immerGallery nicht mehr nötig. „Durch unsere zum Patent angemeldete automatische Bildformaterkennung, die direkt auf der VR-Brille Computer Vision und KI-Berechnungen durchführt, werden diese Einstellungen automatisch vorgenommen“, erklärt Daniel Pohl. „Dabei liegt die korrekte Erkennungsrate derzeit bei etwa 99 Prozent und die Annäherung an das letzte Prozent wollen wir über Updates auch noch schaffen.“

Das ist aber noch nicht alles. Die Bilder-App immerGallery bietet mehr als nur statische Fotos ohne Zusammenhänge. Hintergrundmusik, Voice-over, dynamische Spezialeffekten wie Schnee und Regen oder animierte Hintergrundumgebungen für 2D-Fotos machen die Präsentation immersiver Galerien möglich.

So wird aus dem letzten Urlaub eine richtige Geschichte zum Nacherleben und Teilen. Das Format der verwendeten Bilder spielt dabei keine Rolle – selbst 2D-Bilder können auf diese Weise in VR genossen werden.

Welche Hürden müssen noch bewältigt werden?

„In kommenden Updates wollen wir das Teilen dieser Galerien deutlich vereinfachen“, sagt Daniel Pohl. „Derzeit muss man noch umständlich über das USB-Kabel die Galerien auf die VR-Brille laden. Künftig werden einfach Links zu Galerie-Feeds geteilt und direkt heruntergeladen.“

So soll immerGallery Schritt für Schritt zu einem kleinen Foto-Metaverse werden, in dem Foto-Enthusiasten ihre Bilder und immersiven Galerien schnell und einfach teilen, mit wem sie wollen.

ImmerVR – Steckbrief