VRODOCAST #120: Cebit-Erinnerungen, Galaxy S10 AR, Duplex-Menschen und KI-Vorurteile

VRODOCAST #120: Cebit-Erinnerungen, Galaxy S10 AR, Duplex-Menschen und KI-Vorurteile

Hereingehört, hereingehört: Im VRODO Podcast #120 reisen wir in die Cebit-Vergangenheit und beschäftigen uns dann – wie gewohnt – mit der vielfältigen Zukunft der Computer.

Den VRODO-Podcast gibt es jetzt auch bei Spotify.

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Samsungs Galaxy S10 mit 5G und Tiefensensor

Laut eines Berichts plant Samsung für die nächste Generation Galaxy-Smartphones eine Art Superflaggschiff für VR und AR: Das Galaxy S10 5G soll mit einer Dualkamera an der Vorderseite und vier Kameras an der Rückseite ausgestattet sein.

Das 6,7 Zoll große Gerät soll außerdem zusätzlich einen Tiefensensor nach dem Vorbild des Asus Zenfone AR (Test) und des iPhone X verbaut haben.

Praktisch ist das für Augmented-Reality-Apps, so können digitale Objekte genauer und beständiger im realen Raum verankert werden. Das Gerät ist als eine Art Techdemo für 5G geplant: Es sollen nur rund zwei Millionen Einheiten produziert werde. Was bringt’s?

Samsungs nächstes Flaggschiff-Smartphone Galaxy S10 könnte in einer 5G-Spezialvariante mit einem 3D-Tiefensensor ausgestattet sein für bessere VR- und AR-Erlebnisse.
5G

Galaxy S10: Samsung plant angeblich 5G-Superflaggschiff für VR und AR

Stell dir vor, du nimmst den Hörer ab – und dann spricht da ein Mensch

In den USA rollt in den ersten Großstädten Googles Telefon-KI Duplex aus. Kurios: Angeblich wird ein Teil der Duplex-Anrufe von Menschen übernommen.

Weshalb? Und warum sollte man eine KI überhaupt anweisen, einen Anruf zu erledigen, wenn man in derselben Zeit den Anruf ebenso gut selbst erledigt hätte?

Googles Telefon-KI Duplex rollt in den USA im großen Stil aus, kann aber weiter vorerst nur Tische in Restaurants buchen.

Telefon-KI Duplex: Google lässt angeblich auch Menschen anrufen

Vorurteile nicht in den Griff zu bekommen: Google schaltet KI-Feature bei Gmail ab

Mit „Smart Compose“ kann man bei Googles E-Mail-Service Gmail KI-unterstützt E-Mails schreiben (lassen). Google trainierte die Künstliche Intelligenz mit anonymisierten Daten des eigenen Mail-Services.

Genau das wird jetzt zum Problem: Die KI hat in dem Datensatz versteckte geschlechtsspezifische Vorurteile übernommen.

Erstmals entdeckt wurde das laut Google schon im Januar, als ein Forscher intern eine E-Mail verschickte mit Hinweis auf ein anstehendes Treffen mit einer Investorin. Das Programm schlug automatisch vor, dass die Investorin männlich ist (“meeting him” statt “meeting her”).

Was an der Sache wirklich problematisch ist: Google bekommt die Vorurteile über Monate hinweg nicht in den Griff – und schränkt daher lieber die Funktion ein.

Google ist wachsam: Mit Vorausschau reagiert das Unternehmen auf ein geschlechtsspezifisches Vorurteil der eigenen Gmail-KI, bevor es die Nutzer tun.

KI-Vorurteil: Google entfernt geschlechtsspezifische Pronomen aus Smart Compose