VR vs. Lockdown: Bootshaus Köln feiert in Virtual Reality

VR vs. Lockdown: Bootshaus Köln feiert in Virtual Reality

Das Bootshaus in Köln öffnet diese Woche die Türen wieder – trotz Lockdown. Die nächsten Events finden in Virtual Reality statt.

Seit fast drei Jahrzehnten gibt es das Bootshaus in Köln, wegen der Corona-Pandemie muss sich der Club jetzt – zumindest zweitweise – neu erfinden. Zusammen mit Partnern baute das Bootshaus den eigenen Club „maßstabsgetreu“ virtuell nach und lädt Gäste ab 16 Jahren per Live-Stream oder mit VR-Brille ein, kostenlos bei Sessions der DJs Paco Osuna, Andres Campo und Fer BR reinzuhören.

Nachgebaut wurde der Hauptraum sowie der Außenbereich des Clubs. Die Regeln der Realität sind ansonsten ausgehebelt im VR-Club: Der Künstler Okuda San Miguel erweitert beim ersten Event das optische Club-Erlebnis mit digitalen Farben und Formen.

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Die Premiere mit Paco Osuna, Andres Campo und Fer BR findet diesen Samstag am 28.11. statt. Weiter geht es am 5.12. mit Nibirii & Alteza, Vini Vici, Blastoyz und Björn Grimm für ein Psytrance-Erlebnis.

Eindrücke aus der VR-Version des Bootshaus. Ab dem 28. November wird hier virtuell getanzt. | Bilder: Bootshaus

Eindrücke aus der VR-Version des Bootshaus. Ab dem 28. November wird hier virtuell getanzt. | Bilder: Bootshaus

Sansar lebt als Event-Plattform weiter

Technische Grundlage für Bootshaus VR ist die Social-3D-Plattform Sansar, die einst vom Second-Life-Studio Linden Lab entwickelt und wegen Erfolglosigkeit im März 2020 an das Unternehmen Wookey Project verkauft wurde.

Der neue Besitzer will Sansar zu einer erfolgreichen 3D-Plattform für Live-Events umbauen. Das Bootshaus-Event ist ein Beispiel dafür, so wie im folgenden Video soll es aussehen.

Der Live-Stream wird bei Twitch und YouTube verfügbar sein, die 3D-Version am Smartphone und PC sowie in PC-VR über Sansar. Vor dem Betreten des virtuellen Clubs bauen sich Gäste einen eigenen Avatar zusammen.

„Wir sind stolz darauf, das VR Erlebnis zu veröffentlichen, damit wir Kultur endlich wieder gemeinsam genießen können. Es ist ein Projekt, an dem wir seit langer Zeit arbeiten und es jetzt herauszubringen, scheint wichtiger denn je“, sagt Bootshaus-Inhaber Fabian Thylmann.

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