VR-Training soll bei der Vorbereitung auf Katastrophen helfen

VR-Training soll bei der Vorbereitung auf Katastrophen helfen

Eine Katastrophensimulation in VR soll Einsatzkräfte schulen, bei Massenunfällen richtig zu reagieren.

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Bei einem Unfall muss es schnell gehen. Gut geschulte Einsatzkräfte sind entscheidend, um die Folgen für Betroffene gering zu halten. Bei der Ausbildung spielt VR eine zunehmende Rolle. Forschende des Ohio State University College of Medicine haben nun ein VR-Trainingsprogramm für Ersthelfende bei Massenunfällen entwickelt.

Es handelt sich dabei um die Simulation einer U-Bahn-Anlage, in der eine Bombe detoniert ist. Anzahl der Verunglückten, Arten der Verletzungen und diverse Umgebungsfaktoren wie Rauch oder Lärm sind anpassbar. Dadurch eignet sich die Software sowohl zum Training von Neulingen als auch von erfahrenen Einsatzkräften.

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VR bereitet auf den Ernstfall vor

Nach Aussage des Forschungsteams liegt das Hauptaugenmerk der Simulation auf der Vermittlung der SALT-Triage.  Bei dieser Methode werden die Opfer sortiert und bewertet. Anschließend wird für jeden einzelnen Fall über lebensrettende Maßnahmen, Behandlung oder Transport entschieden. Am Ende des Trainings erhalten Benutzer:innen eine Echtzeitbewertung über ihre Gesamtleistung.

Dr. Ashish Panchal, Professor für Notfallmedizin am Ohio State College of Medicine und medizinischer Leiter des Delaware County EMS erklärt:

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„Wir möchten unsere Rettungskräfte so ausbilden, dass sie in einer risikoreichen Umgebung auch unter Stress bestmöglich arbeiten können. Virtual Reality bietet uns einen zuverlässigen Weg, unsere Ausbildung zu optimieren, damit unsere Fachkräfte gut vorbereitet sind, um diese Herausforderungen zu meistern.“

VR für das Training, AR für den Einsatz

Mit VR können gefährliche Situationen realistisch nachgestellt werden. Dadurch ist es Einsatzkräften möglich, ganz ohne Risiko für den Ernstfall zu üben. Deswegen verwendet etwa die US-Polizei Virtual Reality. Aber nicht nur im Ausland wird XR für das Training eingesetzt: In unserer Reportage über den Gründer des jährlichen Virtual Fires-Kongresses in St. Georgen lest ihr mehr über den Einsatz von immersiven Technologien für den Katastrophenschutz.

Im Einsatz könnten Augmented Reality oder Mixed Reality künftig eine bedeutende Rolle spielen. Bei einem Gebäudebrand kann die Technologie Feuerwehrleuten etwa helfen, zu navigieren und nach Überlebenden zu suchen.