Der chinesische Hersteller Pico bringt mit Goblin eine vollständig autarke VR-Brille auf den Markt. Macht sie Spaß?

Rein technisch betrachtet bietet die Goblin-Brille ein VR-Erlebnis, das mit Samsung Gear VR oder Google Daydream vergleichbar ist. Der Preis dafür liegt bei ordentlichen 300 Euro inklusive sehr einfach gehaltenem Bewegungscontroller mit Touchpad und einem Multifunktionsknopf. Immerhin ist im Gehäuse der Brille praktisch schon ein Highend-Smartphone verbaut.

Das integrierte TFT-Display löst mit 2.560 x 1.440 Pixeln auf, die maximale Bildwiederholrate liegt laut dem Hersteller bei 70 Hz. Das Bild ist durch den höher aufgelösten Screen eine Ecke schärfer als bei Oculus Rift und HTC Vive. Insbesondere Text ist dadurch besser lesbar. Leider hängen die Linsen und das optische System ansonsten deutlich hinterher: Ein Fliegengittereffekt ist trotz der höheren Auflösung klar erkennbar, außerdem ist das Sichtfeld mit rund 90 Grad sehr eng.

Angetrieben wird Goblin von Qualcomms Snapdragon-Prozessor 820, der VR-Grafiken auf Smartphone-Niveau rendert. Der gleiche Prozessor arbeitet beispielsweise im Galaxy S7 und taugt für Gear VR.  Natürlich bietet die Goblin-Brille nicht ansatzweise die grafische Klasse, die man mit den PC-Brillen oder Playstation VR erleben kann.

Die größte technische Einschränkung ist jedoch eine andere: Sowohl die VR-Brille als auch der Bewegungscontroller unterstützen nur drei Freiheitsgrade auf einer 2D-Achse – also links, rechts, hoch, runter und Drehungen um die eigene Achse. Bewegungen in die Tiefe des Raumes sind hingegen nicht möglich. Das schränkt das Virtual-Reality-Erlebnis enorm ein.

Und noch eine Plattform

Zwar läuft die Goblin-Brille auf Basis von Android 6, jedoch versucht Pico – natürlich – ein eigenes Ökosystem auf die Beine zu stellen. Im Pico-Store sind rund 50 VR-Apps herunterladbar, darunter viele sehr einfache, unbekann…

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