Update vom 8. Januar 2018:

Hinweis: Testeindrücke von Heise.de ergänzt

Mittlerweile sind erste Eindrücke der Vive Pro Eye aufgetaucht.

Heise-Redakteur Jan-Keno Janssen berichtet von mehreren Demos, darunter eine Auto-Visualisierungssoftware von BMW, die Foveated Rendering in Aktion zeigt. Hierbei werden jene Bereiche des Sichtfelds besonders detailliert gerendert, die der VR-Nutzer gerade anblickt, während die Peripherie mit einer weitaus geringeren Auflösung berechnet wird.

“In der Praxis spürt man den Trick minimal, wirklich störend ist er nicht – und die detaillierten Bildbereiche sahen in der Demo wirklich beeindruckend echt aus”, schreibt Janssen. Die Software zeigt außerdem sogenannte Heatmaps, das sind Bildbereiche, auf denen der Blick des VR-Nutzers besonders lange verharrte.

Insgesamt soll das Eye-Tracking zuverlässig und “fast ohne merkliche Latenz” funktionieren. Die Pupillenposition würden selbst in den Randbereichen des sichtbaren Bildes noch einwandfrei erkannt.

Ebenfalls vorgeführt wurde ein VR-Spiel der US-Baseball-Liga MLB, in dem man in die Rolle eines Schlagmanns schlüpft (siehe erstes Video unten). Die Blickerfassung der Vive Pro Eye kommt hier lediglich bei der Menünavigation zum Einsatz. So kann man das Spielmenü ganz einfach dadurch bedienen, dass man eine Schaltfläche fokussiert. Die controllerlose Steuerung soll VR-Laien den Einstieg erleichtern.

VRFocus schließlich testete den Flugsimulator Prepar3D von Lockheed Martin, in dem man ein Cockpit allein mit dem Blick steuert. Die Kalibrierung des Eye-Tracking-Systems soll circa 30 Sekunden in Anspruch nehmen (siehe zweites Video).

Ursprünglicher Artikel vom 7. Januar 2018:

Mit Vive Pro Eye will HTC die eigene Stellung im B2B-Markt stärken.

Auf der CES 2019 kündigt HTC Vive Pro Eye an, eine neue Version der VR-Brille Vive Pro mit integriertem Eye-Tracking-System. Das dient zum Beispiel der Blicksteuerung und macht laut HTC Controller überflüssig. Die US-Baseball-Liga MLB zeigt auf der CES 2019 eine Vive-Pro-Eye-Demo, die ausschließlich mittels Blicksteuerung bedient werden kann.

Außerdem können laut HTC Unternehmen und Entwickler dank des Eye-Tracking-Systems neue Erkenntnisse gewinnen über die Wirksamkeit von VR-Trainings, die VR-Brille für Produkttests einsetzen sowie mittels Foveated Rendering die Performance ihrer Software verbessern.

Laut HTC richtet sich Vive Pro Eye wie die im November angekündigte autarke VR-Brille Vive Focus an Unternehmen. Die Eye-Tracking-Brille startet im zweiten Quartal 2019, der Preis ist noch nicht bekannt.

Das integrierte Eye-Tracking-System kommt vom schwedischen Hersteller Tobii. Das Unternehmen positionierte sich zuletzt sehr deutlich zum Thema Eye-Tracking und Datenschutz.

Via: Road to VR


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