Virtual Reality: Starbreeze und Acer machen gemeinsame Sache

Virtual Reality: Starbreeze und Acer machen gemeinsame Sache

Lange Zeit schien die VR-Brille StarVR von Starbreeze eine reine technische Machbarkeitsstudie zu sein. Jetzt wird es wohl doch ernst: Gemeinsam mit Acer plant Starbreeze offenbar eine Version auf den Markt zu bringen, die in erster Linie für "Out of home"-VR vorgesehen ist.

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Geht man rein nach den technischen Spezifikationen, lässt schon der zweite Prototyp der StarVR-Brille die Konkurrenz alt aussehen. Zwei Displays mit QHD-Auflösung und insgesamt 5K-Pixeln, ein Sichtfeld von 210 Grad - da können Oculus Rift und Co. nicht ansatzweise mithalten. Bisher schien die VR-Brille des französischen Unternehmens aber nicht unbedingt für den Endverbrauchermarkt gedacht zu sein; zuletzt kündigte Starbreeze an, die 5K-Brille weltweit in VR-Spielhallen einsetzen zu wollen. Noch diesen Sommer startet die "Starcade" in Los Angeles, weitere Spielhallen in anderen Ländern und Städten, auch in Europa, sind in Planung. "Die Arcade wird uns dabei helfen, ein besseres Produkt zu entwickeln, weil wir StarVR dort von sehr vielen Menschen testen lassen können", erklärt Starbreeze' Technikchef Emmanuel Marquez.

Jetzt sucht sich Starbreeze die Hardwareprofis von Acer als Partner. "Wir hatten seit Juni 2015 einen unglaublich guten Start mit StarVR. Mit Acer als Partner können wir die Entwicklung beschleunigen und uns als Marktführer im Highend-Bereich positionieren. Acer ist ein exzellenter und erfahrener Hardware-Partner, der uns dabei helfen wird, eine hochauflösende und hochwertige VR-Brille zu bauen", sagt Bo Andersson Klingt, Geschäftsführer von Starbreeze. Die Zukunft für die StarVR-Brille sei nun sehr deutlich und extrem spannend.

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Zuletzt zeigte Acer eine Reihe neuer VR-Ready Notebooks und PCs, außerdem unterstützen die Taiwaner die Open-Source-Initiative OSVR von Razer. Schon im Februar kündigte Acer-CEO Jason Chen an, dass Virtual Reality ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Unternehmens sein würde. "Wir denken darüber nach, wie wir Acer auf dem neuen Markt vertreten und wie wir mit unseren VR-Technologien ein Geschäft machen können", sagte Chen.

Die Kooperation mit Starbreeze dürfte ein erstes Ergebnis dieser Überlegungen sein. Genaue Absprachen gibt es noch nicht, bisher unterzeichneten die beiden Unternehmen lediglich eine Willensbekundung für die zukünftige Zusammenarbeit.

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Eye-Tracking für StarVR?

Eine Frage, die Acer und Starbreeze vor dem Launch noch klären müssen, ist die nach der notwendigen Performance des Zuspielers. Auch wenn die momentan in StarVR verbauten Displays nur mit 60Hz laufen, haben wohl die wenigsten Heimanwender genug Rechenleistung unter dem Schreibtisch stehen, um gängige VR-Erlebnisse mit einer Auflösung von 5K zu rendern. Auch bei "Out of home"-VR ist das ein relevanter Faktor, der die Kosten für entsprechende Anlagen nach oben treibt.

Möglicherweise hat Starbreeze da schon eine Antwort parat, denn die Franzosen befinden sich in Gesprächen mit dem schwedischen Unternehmen Tobii, das sich intensiv mit Eye-Tracking-Technologie beschäftigt. Mit dem sogenannten "Foveated Rendering", bei dem immer nur die Bildstelle mit vollen Details berechnet wird, die der VR-Brillenträger anschaut, könnte der Leistungsbedarf für StarVR trotz 5K-Auflösung massiv reduziert werden.

| Source: Starbreeze | Featured Image: Starbreeze