Virtual-Reality-Entwicklerin: "PC-Brillen sind eine Krücke"

Virtual-Reality-Entwicklerin:

Oculus' kommende VR-Brille Quest bietet ein vollwertiges VR-Erlebnis ohne komplizierte Einrichtung, störende Kabel oder teure Zuspieler. Der einzige Nachteil des Geräts ist die im Vergleich zu PC-Brillen schwache Grafikleistung. Dem Erfolg der VR-Brille werde dieser Umstand nicht hinderlich sein, glaubt VR-Entwicklerin Robin Hunicke.

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Hunicke ist Mitgründerin und Leiterin des Entwicklerstudios Funomena, das das bezaubernde 3D-Kindermärchen Luna schuf (siehe Testbericht). Sie glaubt, dass für den Erfolg von Oculus Quest die Spielerfahrung und nicht die Grafikleistung ausschlaggebend ist und zieht einen Vergleich zu Nintendo Wii und Switch.

"Hat es irgendjemanden gekümmert, wie stark der Wii-Prozessor im Vergleich zu einer Xbox 360 oder Playstation 3 ist? Nintendo hat dieses Problem nicht mehr. Was ist deren Erfolgsgeheimnis? Sie machen großartige, familienfreundliche Spiele und haben fantastische Marken", meint Hunicke gegenüber Venturebeat.

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PC-Brillen hätten die Vorstellung von Virtual Reality negativ geprägt: "Wir haben erlebt, wie Virtual Reality wegen des Hardware-Faktors als Enthusiasten-Markt eingeordnet wurde. 'Du brauchst einen starken Rechner, um diese Spiele zu spielen' und so weiter. Mit Oculus Quest ist das nicht mehr der Fall."

Große Herausforderung fürs Marketing

Oculus Quest wird der bisher günstigste Einstieg in vollwertige Virtual Reality werden: Sowohl der Kopf als auch die Hände werden räumlich erfasst. Eine Playstation VR ist zwar günstiger, setzt jedoch eine Playstation 4, eine externe Trackingkamera und zusätzliche Kabel voraus.

Hunicke glaubt, dass die nächste, große Welle VR-Brillen wie Oculus Quest autark sein werden. Dadurch könne sich verändern, wie Virtual Reality von Konsumenten wahrgenommen wird.

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"Es wird interessant sein, ob sich das Marketing in den nächsten Jahren weiterhin auf kabelgebundene Brillen stützt", sagt Hunicke. "Wenn man diese Krücke hinter sich lässt, wartet eine riesige Zielgruppe. Die Frage ist nur, wie man diese Brücke schlägt, diesen Abgrund überwindet."

Dass dieser Punkt erreicht werde, daran zweifelt Hunicke nicht: "Jemand wird es schaffen und wenn sie es schaffen, wird jeder sagen: 'Natürlich, das war es, was wir brauchten und so müssen wir es kommunizieren.'"

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| Featured Image: Funomena | Source: Venturebeat