Vampire: The Masquerade - Justice könnte ein echter VR-Hit werden

Vampire: The Masquerade - Justice könnte ein echter VR-Hit werden

Vampire: The Masquerade – Justice hat mich auf der Gamescom 2023 beeindruckt. In unserer Preview verrate ich, was euch in dem düsteren VR-Spiel erwartet. 

Vampire: The Masquerade – Justice wurde während des diesjährigen Meta Gaming Showcase vorgestellt. Der VR-Ableger der Rollenspielreihe aus dem World of Darkness Fantasy-Universum soll für Meta Quest 3, Quest 2 und PSVR 2 erscheinen. Auf meinem Besuch auf der diesjährigen Gamescom durfte ich bei Publisher Fast Travel Games das Vampir-Abenteuer etwas über eine Stunde anspielen und war begeistert.

Gerechtigkeit für einen Vampir

In Vampire: The Masquerade – Justice schlüpft ihr in die Rolle der Vampir-Dame „Justice“ und kommt einer Verschwörung in den eigenen Reihen auf die Spur. Nach dem Mord an einem Freund erhaltet ihr einen anonymen Hinweis, der euch nach Venedig führt. Schon bei der Einführung in die Geschichte wird die düstere Atmosphäre deutlich.

In einem nur von Kerzenlicht erhellten Raum stehe ich vor einem Schreibtisch, während Justice die bisherigen Ereignisse zusammenfasst. Danach geht es direkt nach Venedig – und wie könnte es anders sein – mit einer Gondel durch die engen Kanäle. Als Vampir bin ich in der italienischen Touristenhochburg natürlich nur nachts unterwegs. Wer also mit dunklen Umgebungen in VR Probleme hat, wird es bei Vampire: The Masquerade – Justice schwer haben.

Schon auf Quest 2 eine Augenweide

Alle anderen dürfen sich auf eine visuell beeindruckende Reise durch die Lagunenstadt freuen. Im Mondlicht schippere ich zwischen alten Gebäuden hindurch, erhasche Einblicke in die engen Gassen, durch die ich bald streifen werde und das Wasser um mich herum reflektiert die wenigen Lichter.

Für eine Preview-Version auf der Quest 2 sieht Vampire: The Masquerade – Justice wirklich beeindruckend aus. Auf den leistungsstärkeren VR-Brillen Quest 3 und PSVR 2 dürften Grafik und Atmosphäre noch eine Schippe drauflegen.

Unterwegs plaudert Justice aus dem Nähkästchen, erinnert sich an ihre Abneigung gegen ihren Meister, der sie zu dem gemacht hat, was sie heute ist. In diesen kurzen Passagen baut Vampire: The Masquerade – Justice die Protagonistin geschickt auf, ohne den Spielfluss durch Zwischensequenzen oder lange Lesepassagen zu unterbrechen.

Über Funk stehe ich zudem mit meinem mysteriösen Informanten in Kontakt, der mir nützliche Tipps gibt. Dabei fällt die hervorragende Qualität der Sprecher:innen auf.

Die Kinder der Nacht sind schleichend unterwegs

Um Objekte in meiner Umgebung greifen zu können, stattet mich Vampire: The Masquerade – Justice mit Telekinese aus. Ich zeige mit der Hand auf einen Gegenstand, drücke RG oder LG, bewege den Controller schnell auf mich zu und schon habe ich den Gegenstand in der Hand.

Dazu kommen mächtige Vampir-Fähigkeiten wie der „Blink“, mit dem ich Distanzen von mehreren Metern in Höchstgeschwindigkeit zurücklegen kann. Mit diesem Teleport überquere ich Kanäle, erreiche hoch gelegene Fenster oder schalte Gegner schnell und unbemerkt aus. Hierfür halte ich die B-Taste gedrückt, ziele und drücke den rechten Trigger.

Um als Kind der Nacht lautlos durch die Dunkelheit zu schleichen, muss ich auch Wände hochklettern. Die Kletterpassagen sind VR-typisch mit Greifen, Ziehen und Hangeln umgesetzt und erinnern an The Climb oder Horizon Call of the Mountain.

Auf der Suche nach Hinweisen kann ich die „Heigtened Senses“ von Justice einsetzen. Halte ich den linken Trigger gedrückt, leuchten Details in der Umgebung auf. So finde ich kleine Gegenstände schneller und Pfeile zeigen mir, wo es weitergeht.

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Wenn der kleine Blutdurst kommt

Natürlich komme ich als Vampir nicht ohne einen gewissen Blutdurst aus und muss ab und zu eine Hauptschlagader anzapfen. Benutze ich Vampirfähigkeiten wie den Blink, steigt der Hunger und ich kann meine Fähigkeiten irgendwann nicht mehr nutzen. Durch das Blutsaugen regeneriere ich auch Lebenspunkte.

Auf einer Art Uhr an der Innenseite meines Handgelenks kann ich die Anzeige jederzeit abrufen. Das Trinken funktioniert genau so, wie man es sich vorstellt: Ich schleiche mich von hinten an eine Person heran, packe sie am Hals und bewege meinen Kopf in Richtung Halsschlagader. Ein knackendes Geräusch ertönt, Blut spritzt umher und auf einer Anzeige sehe ich, wie viel von meinem „Drink“ noch im Gefäß ist.

Optional kann ich in den gradlinigen Levels auch eine Bonus-Challenge absolvieren und sie als Pazifist beenden. In diesem Fall darf ich keine Menschen töten – woher ich dann mein Blut bekomme, könnt ihr euch selbst ausmalen.

Schleichen oder kämpfen? Ihr entscheidet

In einem späteren Level wird es ernst: Ich muss einen Hinterhof durchqueren, der von mehreren Patrouillen bewacht wird. Hier erinnert Vampire: The Masquerade – Justice stark an die Schleichmechaniken von Spielen wie The Last of Us oder A Plague Tale: Requiem. Ich muss ständig darauf achten, nicht gesehen zu werden und keinen Laut von mir zu geben.

Mit Flaschen und Steinen kann ich Wachen ablenken und mit einer kleinen Mini-Armbrust Betäubungspfeile verschießen. Hinzu kommen neue Vampir-Fähigkeiten, mit denen ich Gegner in Brand setzen oder ungesehen entkommen kann.

Über einen dreiteiligen Skilltree kann ich meine Fähigkeiten in Kampf, Schleichen oder Bewegung gegen Erfahrungspunkte erweitern. Natürlich kann ich auch die Fäuste schwingen, aber das ist die am wenigsten effektive Technik.

Die Schleichpassagen in Vampire: The Masquerade – Justice sind durchaus anspruchsvoll und es ist nicht leicht, ungesehen an den nächtlichen Patrouillen vorbeizukommen. Dennoch ist das Schleichen wohl der sicherste Weg, denn wenn ich zum Angriff übergehe, stürmen die alarmierten Kollegen aus allen Richtungen heran und es wird schnell hektisch.

Preview Vampire: The Masquerade – Justice: Mein Eindruck

Vampire: The Masquerade – Justice hat das Zeug zu einem echten VR-Hit. Die Atmosphäre in den düsteren Gassen Venedigs ist zum Schneiden dick und visuell weiß das VR-Spiel schon in der Vorabversion auf der Quest 2 zu überzeugen.

Dazu kommen hervorragende Sprecher:innen und eine vielversprechende Noir-Story im World of Darkness-Universum. Entscheidend wird sein, ob die Spielmechanik über das gesamte Spiel hinweg genügend Abwechslung bietet und wie sich die Geschichte entwickelt.

Vampire: The Masquerade – Justice erscheint am 2. November 2023 für Meta Quest 2, Meta Quest 3 und PSVR 2 und wird voraussichtlich 29,99 Euro kosten.

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Quellen: Fast Travel Games