Unity-Chef John Riccitiello ist ein Verfechter der Mixed-Reality-Technologie. In der Vergangenheit fiel er durch steile Wachstumsprognosen auf. Sein Urteil über die aktuelle Generation VR- und AR-Brillen fällt im Vergleich ungewohnt kritisch aus.

Auf dem Tech-Event “Disrupt” sprach Riccitiello über die Marktsituation von VR- und AR-Brillen: Die aktuellen Geräte seien im Grunde noch Betaversionen.

Riccitiello zählt seine Kritikpunkte auf: “Sie sind nicht günstig genug, funktionieren nicht ausreichend gut, die Steuerung ist nicht ausgereift, man sieht seine Arme und Beine nicht und kann sie nicht interaktiv einsetzen und es gibt nicht viele Inhalte.”

Das recht harsche Urteil überrascht, da Riccitiellos Unternehmen zweifelsohne ein Nutznießer des VR- und AR-Hypes der letzten Jahre war. Rund zwei Drittel aller VR- und AR-Apps wurden laut Riccitiello mit der Unity-Engine programmiert.

“Wo sind die Inhalte?”

Playstation VR und Co. zum Trotz: In Riccitiellos Vorstellung hat der wirkliche VR-AR-Marktstart für Endverbraucher noch gar nicht stattgefunden. “Wo sind die Inhalte?”, fragt der Unity-Chef rhetorisch.

AR und VR existierten aktuell in erster Linie für Entwickler, so Riccitiello. Der Markt für Unternehmen entwickle sich besser als der für Endverbraucher, beispielsweise in der Automobilindustrie. Langfristig sieht Riccitiello dennoch einen erfolgreichen Endverbrauchermarkt.

Ebenfalls kritisch beurteilt der Unity-Chef Augmented Reality mit dem Smartphone. Es existierten noch keine relevanten Inhalte.

Wahrscheinlich wüssten weniger als zehn Prozent de…

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