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Die Deutsche Telekom investiert in Virtual und Augmented Reality. Was steckt dahinter und wie sieht die Telekom die Zukunft für XR?

Das Start-up Nreal brachte die Nreal Light, eine Mixed Reality-Brille für den Konsumentenmarkt, in Partnerschaft mit der Telekom auf den deutschen Markt. Im Formfaktor einer Sonnenbrille und mit einem Smartphone als Zuspieler können Nutzer damit erstmals virtuelle Displays und Apps im realen Raum anordnen oder Filme und Serien auf einem großen digitalen Bildschirm genießen.

„Wir sind stolz darauf, mit der Technologiepartnerschaft mit Nreal einen wichtigen Schritt gemacht zu haben und als erster Anbieter in Europa eine Mixed Reality-Brille für den Alltag anbieten zu können“, sagt Wolfgang Groening, Vice President XR + Immersion bei Deutsche Telekom. „Die Nreal Light ist ein erster Meilenstein im Bereich Mixed Reality für den Endverbraucher und es werden noch viele weitere folgen.“

Woher kommt die Zuversicht der Telekom diesbezüglich? „Wir sehen das Potenzial der Nreal Light und generell das Potenzial von Mixed Reality-Brillen, auch für den Massenmarkt“, erklärt Groening.  „Wir waren mit 3G damals in einer ähnlichen Situation und haben gelernt, dass durch Infrastruktur allein noch kein Mehrwert für den Endkunden entsteht. Erst durch die Kombination von iPhone und App-Store kam der Boom.“

5G-Standard wichtig für Mixed Reality-Brillen

Dafür ist das 5G-Netz ein wichtiger Bestandteil. Die Telekom baut das Netz für den neuen 5G-Standard seit einiger Zeit in Deutschland aus und erreicht mittlerweile 80 Prozent der Bevölkerung. Für 2021 ist weiterer Ausbau des Netzes geplant. Ein großer Vorteil von 5G ist die bis zu 100-mal höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit als derzeit mit LTE beziehungsweise 4G.

Dadurch wird Echtzeitübertragung möglich, was beispielsweise für Autonomes Fahren oder die Automatisierung industrieller Prozesse nötig ist. AR-Brillen wie Nreal Light sollen diese Vorteile ebenfalls nutzen. In Zusammenarbeit mit Niantic wurden etwa bereits erfolgreiche Echtzeit-Tests via 5G für das soziale AR-Spiel „Codename: Urban Legends“ durchgeführt.

Nreal Light: ein hochwertiges Produkt für den Alltag

Das Potenzial der Nreal Light erkannte die Telekom schon 2019, als die AR-Brille auf der Consumer Electronics Show (CES) erstmals vorgestellt wurde. Dort wurden erste Kontakte geknüpft und dann eine Partnerschaft vereinbart. „Wir wollten ein hochwertiges, leistungsfähiges Produkt“, sagt Groening, „keine reine Zukunftsvision, sondern eine echte Innovation im Jetzt.“ Bei der Entwicklung stand die Telekom deshalb in engem Austausch mit Nreal. Die Veröffentlichung erfolgte Mitte März 2020 in Verbindung mit dem Smartphone Oppo Find X3 Pro. Unterstützung für weitere Smartphones wurde bereits angekündigt.

Die Zusammenarbeit geht weiter. „Durch unser Feedback ist perspektivisch geplant, die Kompatibilität mit Smartphones maximal zu erhöhen.“ Doch die beste Hardware nützt nichts ohne Software. „Natürlich sind Inhalte und Anwendungen essenziell für neue Technologien“, stimmt Groening zu. „Da sich die Nreal Light an eine breitere Öffentlichkeit richtet, ist es wichtig, dass sie Anreizpunkte für die Nutzung bietet. Sie soll alltäglich und völlig selbstverständlich genutzt werden können.“

Das größte Potenzial sieht er in Entertainment-Inhalten wie Filmen oder Gaming, aber auch in neuen Business-Anwendungen. Innerhalb der Telekom wird deshalb an Apps gearbeitet. Tech-Inkubator hubraum tüftelt nach dem Mixed Reality Demo Day schon am nächsten Entwickler-Programm, um neue Apps zu fördern und die eigene XR-Plattform auszubauen.

„Mixed Reality-Brillen werden in 10 Jahren das Smartphone ablösen“

Große Unternehmen wie Facebook und Apple arbeiten an eigenen Smart- und AR-Brillen. Hat das Zukunft und wo geht die Reise perspektivisch hin? Wolfgang Groening ist überzeugt, dass die neue Technologie den Anwender irgendwann von physischen Monitoren löst. „Wie schnell die Nreal Light massenmarktfähig wird, bleibt abzuwarten. Bestimmt werden auch noch weitere Lifestyle-Geräte folgen, bis sich diese neuen Devices am Massenmarkt etabliert haben. In jedem Fall werden Mixed Reality-Brillen in 10 Jahren das Smartphone ganz oder teilweise abgelöst haben.“ Mit dieser Vision steht die Telekom nicht allein da: Facebook geht fest davon aus, dass VR- und AR-Brillen in den nächsten Jahren deutlich an Relevanz gewinnen und auf mittelfristige Sicht das Smartphone komplett ablösen.

Gerade für den mobilen Bereich sind auch Smart Glasses eine vielversprechende Option. Auf diesem Gebiet arbeitet die Telekom mit Tooz Technologies zusammen. Das Unternehmen aus Aalen hat ein optisches System für smarte Brillen entwickelt, das Informationen diskret in das Sichtfeld des Trägers einblendet.

„Wir stellen uns im Bereich Mixed Reality breit auf, treiben die technologischen Entwicklungen entscheidend voran und fokussieren uns auf tragfähige Partnerschaften“, erklärt Groening das Konzept der Telekom. „Die Zukunft wird viele Neuerungen im Bereich Kommunikation und Entertainment bringen und wir sind als Innovationstreiber ganz vorne mit dabei. Unser langfristiges Ziel ist es in allen XR-Bereichen vertreten zu sein“.steady2

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