Spatial: Telepräsenz-App erscheint für Smartphones

Spatial: Telepräsenz-App erscheint für Smartphones

Nur wenige Menschen haben eine VR- oder AR-Brille zu Hause liegen. Deshalb erhält Spatial jetzt native AR-Unterstützung für Smartphones.

Spatial erstellt auf Basis eines Selfies einen Avatar. Mit seinem virtuellen Alter Ego kann man sich mit anderen Nutzern in virtuellen Räumen treffen, unterhalten und arbeiten. Die Virtual Reality soll soziale Präsenz schaffen, also das Gefühl der Anwesenheit anderer Menschen und auf diese Weise die pandemiebedingte Isolation durchbrechen.

Am meisten Wirkung und Nutzen entfaltet Spatial mit Oculus Quest (2). Die Apps gibt es jedoch auch für AR-Brillen wie Hololens, Magic Leap und Nreal Light. Weitaus weniger immersiv wirkt das virtuelle Miteinander via Web-Applikation auf einem Monitor oder mobilen Geräten. Nutzer, die Spatial ohne VR- oder AR-Brille nutzen, erscheinen als 2D-Bildschirme statt Avatare und fühlen sich schwerlich so, als wären sie mit anderen Menschen zusammen.

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Nun hat Spatial eine native AR-App für iOS und Android herausgebracht. Mit der erhalten Nutzer ein Smartphone-Fenster in die virtuellen Meetings und können sich darin umschauen, indem sie das Smartphone durch den Raum bewegen oder die App-Navigation nutzen. Das funktioniert auch umgekehrt: XR-Nutzer können dank der Smartphone-Kamera in die physische Welt blicken.

Smartphone-AR: Mehr Nutzer, weniger Funktionalität

Die App ist interaktiv und erlaubt das Greifen und Manipulieren virtueller Objekte, Dokumente und Medien. Sprechende Avatare werden automatisch fokussiert, sofern man dies wünscht.

Mit der auf Basis von ARKit und ARCore laufenden Smartphone-AR-Version will Spatial mehr Menschen erreichen, auch wenn diese fast alle Vorteile der VR-Version wie Immersion und Handinteraktionen einbüßt. Zumindest unterwegs kann die Smartphone-App eine brauchbare Alternative sein, einem Spatial-Meeting beizuwohnen.

Während der Pandemie stieg die Nachfrage nach Spatial um den Faktor 130, sagt CEO Anand Agarawala gegenüber Venturebeat. Zu den größeren Kunden gehören Ford, die Deutsche Telekom, Pfizer und Mattel. „Etwa 75 Prozent unserer Nutzer sind kleine Unternehmen oder Einzelpersonen. Sie nutzen die App für eine Vielzahl Dinge, für Partys oder soziale Veranstaltungen. Und selbst kleine Unternehmen beginnen, VR-Brillen für ihr gesamtes Team zu kaufen.“

Ihr habt eine Oculus Quest (2) und wollt Spatial ausprobieren? Die App gibt es kostenlos im Quest Store. Die Smartphone-Version ist für iOS und Android erschienen.

Quelle: Venturebeat, Titelbild: Spatial

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