Auf dem Sundance Film Festival feierte ein einmaliges VR-Unterwassererlebnis Premiere, das Kritiker begeisterte.

Die Journalisten schlüpften in einen Badeanzug und tauchten mit der wasserfesten VR-Brille Divr samt Schnorchel in einen Pool ab. Dabei waren sie an einem Anker am Boden befestigt, damit sie sich nicht zu weit entfernen und am Beckenrand verletzen.

Das Gerät hat keine Kopfhörer verbaut und vermittele Klang stattdessen mittels Vibrationen im Wasser, schreibt VRScout. Das funktioniere erstaunlich gut.

Die knapp zehnminütige VR-Erfahrung simuliert eine Reise zum Mond, die surreale Landschaften mit Archivaufnahmen der Apollo-11-Mission kombiniert. Geschaffen wurde sie vom französischen Künstler Pierre “Pyaré” Friquet, der schon über ein Dutzend immersive Erfahrungen kreierte.

VR neu erlebt

“Die Schwerelosigkeit der Unterwasser-Virtual-Reality, die authentischen Soundschnipsel der Mondmission und die surrealen Bilder schufen eine außerkörperliche Erfahrung, die mir Schauer über den Rücken jagte. Ich vergaß ganz, wo ich war”, schreibt Kyle Melnick von VRScout.

Sundance mauserte sich in den letzten Jahren zum wichtigsten Festival für XR-Erfahrungen.

“In VR eintauchen”. Das ist hier wörtlich gemeint. BILD: Pierre Friquet

Virtual Reality sei, anders als Sex, sehr viel besser unter Wasser, findet Joan E. Solsman von CNET nach der VR-Erfahrung. Spaced Out bezeichnet sie als das immersivste VR-Erlebnis, das sie je hatte. “Es ist wie ein Zen-Trip, als würdest du gelassen in einem Wachtraum schwimmen.”

Mit der VR-Brille die Wasserrutsche hinunter

Adi Robertson von The Verge zählt Spaced Out zu den “extrem schrägen XR-Erfahrungen” des diesjährigen Filmfestivals. Das physische Erlebnis fühle sich nicht so an, als wäre man in einer anderen Welt, aber der Entzug sensorischer Reize würde die Intensität des Erlebten steigern, meint Robertson.

Seth Porges von Forbes schreibt, dass Spaced Out gefragter war als jede Filmpremiere. Er beschreibt die Bilder der VR-Erfahrung als ein “abstraktes und trippiges Kaleidoskop von Farben“, das an das Ende des Kubrick-Films “2001: Odyssee im Weltraum” erinnert. Ihm sei gewesen, als habe er sich zum ersten Mal eine VR-Brille aufgesetzt und etwas völlig Neues und Anderes erlebt.

Wer die Divr-Brille ausprobieren will, kann das in der Therme Erding in Bayern tun. Dort werden die VR-Brillen für Wasserrutschen eingesetzt. Reisen zum Mond sind leider nicht im Angebot, sorry.

Titelbild: Pierre Friquet, Quellen: VRSCout, CNET, The Verge, Forbes

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