Snapchat lässt das Internet heulen

Snapchat lässt das Internet heulen

Snap hat einen neuen AR-Filter, der eindrucksvoll den Fortschritt von AR-Technologie zeigt – und Snaps Potenzial, auf andere Plattformen zu expandieren.

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Rote Augen, heruntergezogene Mundwinkel, Tränen im Anmarsch – alles ist traurig. Sogar dann, wenn die Personen vor der Kamera eigentlich fröhlich sind und lustige Geschichten erzählen. Snaps neuer AR-Filter „Crying“ macht es möglich.

Snaps Heulfilter erobert TikTok

Seit der Veröffentlichung vor rund einer Woche haben bereits mehr als 180 Millionen Snapchat-Nutzer:innen den AR-Filter über 1,3 Milliarden Mal getestet. Obwohl der Filter originär bei Snap publiziert wurde, verbreiten sich die Filter-Videos auch bei Instagram, TikTok und Twitter. So sieht der Filter in der Original-Demo aus.

So demonstriert Snapchat den Crying-Filter. | Video: Snap

Einzelne, mit dem AR-Filter produzierte Videos erzielen Millionen-Aufrufe bei TikTok – weil er sich perfekt für Streiche eignet, wenn die andere Person zwar sieht, dass sie gerade gefilmt wird, dabei aber nicht weiß, dass sie eine digitale Brutsch zieht.

Wie etwa dieser Vater, der beteuert, dass er nicht mehr traurig sei über die Niederlage von West Ham bei Eintracht Frankfurt – aber sein Gesicht sagt etwas anderes.

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Das selbsternannte Kameraunternehmen Snap stellt die eigene visuelle Suche "Scan" auf die große Bühne.
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@puwtok this filter is too good 🤣🤣🤣🤣 #cryingfilter ♬ original sound – phoebe gillett

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@fablesinfocus This filter tho 😂😂😂 can I have a chip? #sadfilter #cryfilter #snapchatfilter #funny #fyp ♬ original sound – Fablesinfocus

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Auch ein schönes Mittagessen mit Freunden und Familie im Garten macht nicht unbedingt glücklich.

Snap bringt AR in den Alltag

Erwähnenswert finde ich den „Crying“ AR-Filter in mehrfacher Hinsicht. Zum einen beeindruckt er mich technisch – in den kurzen Smartphone-Videos wirkt das verheulte Gesicht erstaunlich realistisch, und das mit der Rechenleistung eines Smartphones. Das zeigt den Fortschritt von AR-Technologie.

Die vielen Millionen Aufrufe zeigen außerdem, dass AR-Filter, in Kombination mit menschlicher Kreativität, ein kulturelles Phänomen geworden sind. Es ist nicht der erste Filter, der auf diese Art viral geht.

Zudem zeigt die Verbreitung des Filters über alle Plattformen hinweg mit dem Ursprung bei Snapchat, dass Snap bei AR-Technik nach wie vor in der ersten Liga spielt – und bekanntlich bereits in entsprechende Brillen-Hardware investiert.

Denkt man diese Kombination ein wenig weiter: Vielleicht gibt es ja bald die Snap Spectacles Funny Faces Edition. Je nach Laune umgibt man sich beim Spaziergang durch die Einkaufszeile dann mit lächelnden oder fröhlichen Personen. Oder mit Echsenmenschen.

Testen könnt ihr den Crying-Filter unter diesem Link. Ich freue mich über Heulvideos in den Kommentaren.