Mit “The Limit” brachte Hollywood-Regisseur Robert Rodriguez im vergangenen November seinen ersten Film für VR-Brillen auf den Markt. Was reizte ihn am neuen Format?

Der mehrteilige Film ist im typischen Rodriguez-Stil gehalten: B-Movie-Qualität mit viel Action und kompromisslosen Kamerafahrten, die keine Rücksicht nehmen auf das Wohlbefinden des VR-Brillenträgers. Nach rund 20 Minuten ist der Spaß vorbei. In der Hauptrolle spielt Michelle Rodriguez, bekannt aus “The Fast and the Furious”.

Mit dem Filmmaker-Magazin spricht Rodriguez über seine Erfahrungen beim Dreh: Die VR-Perspektive mit Kopfsteuerung habe es ihm das erste Mal erlaubt, eine überzeugende Ego-Perspektive in einem Film umzusetzen “mit all der Wunscherfüllung, die daraus resultiert”.

Beim Dreh habe her darauf geachtet, dass die Zuschauer zwar die Perspektive bestimmen können, aber nicht müssen. Wenn sie lieber nur entspannt nach vorne schauen möchten, verpassten sie nichts – dafür sorgen die Schnitte des Regisseurs.

Besonderes Talent sei bei den Schauspielern gefragt, die wirklich überzeugend vortäuschen müssten, dass sie sich gerade mit dem VR-Brillenträger unterhalten und ihn ansehen. “Es ist alles so experimentell, was super Spaß macht. Du befindest dich auf unbekanntem Terrain”, sagt Rodriguez.

360-Grad-Perspektive ungeeignet für VR-Spielfilme

Rodriguez und sein Produktionsstudio STX Entertainment verzichteten bewusst auf den 360-Grad-Rundumblick und wählten stattdessen eine 180-Grad-Perspektive mit 3D-Effekt. Das Format nennen sie “Super Surreal”, davon ausgehend, dass es sich als neuer Standard für VR-Filme etablieren wird – das sei eine Erkenntnis nach mehr als 100 abgedrehten 360-Grad-Videos.

“360-Video ist gut für experimentelle Inhalte und Events, aber es eignet sich nicht für bestimmte Filmformate”, so die Produzenten. STX Entertainment drehte auch den aus der Ego-Perspektive erzählten Kinofilm “Hardcore”.

Das Studio bewertet The Limit insgesamt als Erfolg: Rund 30 Prozent der Kommentierenden zu The Limit hätten nach Nachschub gefragt, und den soll es auch geben. Angekündigt wird er zu einem späteren Zeitpunkt.

The Limit ist im Oculus Store für Oculus RiftOculus Go und Samsung Gear VR für jeweils zehn Euro, bei Steam für HTC Vive, Oculus Rift und Windows-Brillen für vier Euro und bei Viveport für HTC Vive und Oculus Rift für zehn Euro  erhältlich.

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