Die US-Fernsehsendung “Computer Chronicles” wurde von 1983 bis 2002 ausgestrahlt. Die Sendung dokumentierte die Entwicklung des Computermarktes fast ab der ersten Stunde. 1992 widmete sich das Format in einer Sondersendung zum damaligen Hype-Thema Virtual Reality.

Die Sendung zeigt einige VR-Erfindungen, die den Status des Prototypen leider nie verlassen haben. Die Produkte waren in der Herstellung noch zu teuer, die Qualität nicht ausreichend, um die Ideen für Anwendungen zu diesem Zeitpunkt umzusetzen. Diesen Punkt hat die heutige Industrie mit den kommenden Consumer-Geräten bereits überwunden.

Die Leute von damals waren aber nicht weniger begeistert und erkannten das Potenzial des neuen Mediums. Dabei stießen sie auf die gleichen Probleme und Fragestellungen, mit denen sich Entwickler und Konsumenten auch heute wieder beschäftigen: “Die Auflösung ist gering, die Brille ist unbequem, aber was entscheidend ist an der Präsentation [der VR-Prototypen], ist das Versprechen der Technologie”, sagt Alan Zeichick, Autor des Fachmagazins AI-Expert.

Zum Vergleich: Als Facebook-Chef Marc Zuckerberg im Frühling 2014 für zwei Milliarden US-Dollar Oculus VR aufkaufte, äußerte er sich ganz ähnlich – die Akquisition sei seine “Wette auf die Zukunft”, in der Virtual Reality und vergleichbare Technologien der neue Computer-Standard werden könnten. Und auch Rift-Erfinder Palmer Luckey sagte im Oktober 2015:

VR kommt im Mainstream an, aber das wird noch dauern. Wir haben noch nicht die Rechenleistung, die benötigt wird, damit man ausschließlich eine VR-Brille braucht; noch dazu eine die günstig und bequem ist, so dass ein normaler Konsument sie haben will. In Zukunft sollten wir auch mehr unterschiedliche Inhalte haben. Palmer Luckey ggü. Re/Code

Hätte er einen Vollbart statt Schnäuzer, könnte man meinen, das Statement ist ‘ne Woche alt

D…

Der MIXED.de XR-Podcast #178

Jetzt reinhören: Tik-Tok-Deepfakes, Neon-Wesen und VR-Gewalt | Alle Folgen



Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.