Prognose: Video dominiert zukünftig den Virtual-Reality-Markt

Prognose: Video dominiert zukünftig den Virtual-Reality-Markt

VR-Puristen verwehren 360-Grad-Videos häufig den Status als „echte Virtual Reality“. Laut den Analysten von Pricewaterhousecoopers soll das Format den VR-Markt zukünftig dennoch dominieren.

Im jährlichen „Global Entertainment and Media Outlook“ stellen die Analysten von PWC eine VR-Prognose fürs Jahr 2021 auf. Laut der sollen 58 Prozent der dann genutzten Inhalte auf Realfilm basieren und nicht am Computer gerendert werden.

Bis 2021 sollen 70 Millionen VR-Brillen verkauft werden, ein Großteil davon mobile Endgeräte. Die Annahme legt eine jährliche Wachstumsrate von 69 Prozent zugrunde. Derzeit sind rund acht Millionen Higend-Brillen und mobile Mittelklasse-Geräte am Markt, Einstiegslösungen wie Google Cardboard nicht eingerechnet.

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Der Marktwert der VR-Industrie soll laut PWC bis 2021 bei circa fünf Milliarden US-Dollar liegen. Diese Prognose ist deutlich verhaltener als vorherige Marktstudien von Analysten.

Zuletzt äußerten hochrangige Branchenvertreter – unter anderem Playstation-Boss Andrew House – Kritik an überzogenen Marktprognosen der Analystenfirmen. Sie hätten eine übertriebene Erwartungshaltung an das Wachstum der neuen Technologie ausgelöst und Mitschuld an der Depression, die auf den Hype der letzten zwei Jahre folgen könnte.

Die Verkaufszahlen von VR-Brillen fallen nach dem ersten Jahr eher gering aus. Einige Branchenvertreter geben Analysten die Schuld am Hype, die mit krassen Wachstumsprognosen Goldgräberstimmung verursachten.

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VR braucht „zwei bis drei Killer-Apps“

Laut PWC-Analyst Russell Sapienza braucht Virtual Reality einige Aha-Momente, die bei Kunden eine eindeutige Kaufabsicht auslösen. Könne man potenzielle Kunden nicht restlos begeistern, besteht laut Sapienza die Gefahr, dass sie die Einstellung gegenüber der Technologie ändern und sie zukünftig besonders kritisch beurteilen.

Die Marktteilnehmer müssten ihre Kräfte bündeln und die verschiedenen Elemente von Virtual Reality zu einem hochwertigen Produkt kombinieren. „Im Moment ist der Markt seltsam, da die ganzen Unternehmen nicht aufeinander abgestimmt sind“, sagt Sapienza.

Im Kontext von Realfilm könnten volumetrische Videos die Lücke zwischen einem einfachen 360-Video und einer glaubhaften Virtual-Reality-Erfahrung schließen . Entsprechende Kameras zeichnen sowohl Bild- als auch Tiefeninformation auf, sodass sich der Nutzer in einem Video in einem eingeschränkten Radius frei bewegen kann. Das steigert die Immersion deutlich.

Aktuelle 360-Videos unterstützen nur Kopfbewegungen auf einer 2D-Ebene, aber nicht in die Tiefe. Unter anderem kündigte Facebook eine 360-Grad-Kamera an, die das neue Aufnahmeverfahren beherrscht.

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