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Pokémon Go-Macher Niantic verkauft Spielesparte

Pokémon Go-Macher Niantic verkauft Spielesparte
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12. März 2025:

Niantic bestätigt den Verkauf in einem Blogbeitrag.

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Pokémon Go war ein Mega-Hit, doch viele andere Spiele floppten. Jetzt will Niantic offenbar seine Spielesparte verkaufen.

FAKTEN

Niantic, der Entwickler hinter dem AR-Hit Pokémon Go, steht laut Medienberichten kurz vor dem Verkauf seiner Spielesparte. Käufer soll der Mobile-Games-Anbieter Scopely sein, der zur saudischen Savvy Games Group gehört. Kolportierter Kaufpreis: rund 3,5 Millionen Dollar. Offiziell bestätigt ist der Deal allerdings noch nicht.

KONTEXT

Pokémon Go war ein Glücksgriff

Mit Pokémon Go landete Niantic 2016 einen Volltreffer. Das Spiel generierte von Anfang an Hunderte Millionen Dollar und entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen. Auch Jahre später spült es dank In-App-Käufen noch verlässlich Geld in Niantics Kassen.

Doch egal, welche Spiele Niantic seitdem auch veröffentlichte: An den Erfolg von Pokémon Go kamen sie bei weitem nicht heran. Die mittlerweile eingestellten Harry Potter: Wizards Unite und Siedler von Catan AR zündeten nicht bei Spielenden. Ein Transformers-Projekt wurde noch vor Erscheinen eingestampft.

Mit XR-Apps wie Wol, die sprechende Eule oder Hello, dot experimentierte Niantic in Richtung Headsets. Schon 2021 teaserte das Studio eine AR-Brille und präsentierte Ende 2022 ein Referenzdesign zusammen mit Qualcomm. Ein Produkt wurde daraus bislang nicht.

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Entlassungen und Umorientierung

Wie so viele Tech-Firmen sah sich Niantic 2022 gezwungen, Personal zu entlassen. Zwischen 85 und 90 Mitarbeitende mussten gehen. Dabei hatte das Unternehmen vor nicht allzu langer Zeit noch eine Mega-Finanzierung über 300 Millionen Dollar eingefahren und seinen Wert auf satte 9 Milliarden Dollar verdoppelt.

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Ohne weitere Spielehits zu landen, ist es nur nachvollziehbar, dass sich Niantic umorientieren will. Eine Option wäre die Spezialisierung auf AR-Entwicklertools und Plattformen wie das hauseigene Lightship. Aber dafür müsste sich Niantic von einem Spielestudio zu einem Technologie-Anbieter wandeln. Keine leichte Aufgabe.

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Quellen: Bloomberg