Das Flugkampfspiel Ace Combat 7: Skies Unknown ist seit Kurzem für Playstation 4 und Xbox One erhältlich. Ich habe mir eine Playstation VR aufgesetzt und die VR-exklusiven Missionen ausprobiert.

Wer einen vollwertigen VR-Modus in Ace Combat 7 erwartet hat, wird enttäuscht sein: Die Standardmissionen können nicht mit Playstation VR gespielt werden, dafür gibt es lediglich drei recht kurze VR-Einsätze.

Die sind auf die Cockpitsicht beschränkt und können zwecks Realismus nur mit der Expertensteuerung gespielt werden. Schnelle Drehungen nach links oder rechts mit dem Analogstick sind damit nicht möglich. Stattdessen muss man das Flugzeug in die jeweilige Richtung neigen und gleichzeitig leicht hochziehen.

Die VR-Einsätze sind vom Hauptspiel getrennt: Es gibt weder ein Tutorial noch Optionen oder die Möglichkeit, die Steuerung mit dem Gamepad nachzuschlagen. Dafür muss man zurück ins Menü des Hauptspiels wechseln. Da Ace Combat 7 keine Flugsimulation ist, sondern sich eher an Arcade-Games orientiert, hat man die Steuerung ziemlich schnell raus.

Fantastische VR-Cockpitansicht

Die Grafik beeindruckt selbst auf der Standard-PS4: Das Cockpit ist mit allen Knöpfen, Monitoren und Anzeigen vollständig in 3D wiedergegeben und wirft je nach Lichteinfall Schatten. Da Playstation VR Kopfbewegungen räumlich erfasst, kann man sich im engen Cockpit nach allen Seiten hin beugen, um den Detailreichtum des Cockpits zu bewundern.

Im Cockpit kann man sich dank VR-Brille völlig frei umsehen. Bild: Bandai Namco

Im Cockpit kann man sich dank VR-Brille völlig frei umsehen. Bild: Bandai Namco

Die VR-Sicht bietet zudem etwas, das auf dem Monitor nicht möglich ist: Der VR-Nutzer kann den Kopf in jede Richtung drehen, um gegnerische Kampfjets zu erspähen oder die vorbeiziehende Landschaft zu bewundern. Das trägt ungemein zur Immersion bei.

Schöne Landschaften und Effekte

Die Landschaften sind grafisch ebenfalls schön umgesetzt. Selbst auf der Standard-PS4 und der vergleichsweise tiefen Auflösung der PSVR-Displays wird der optische Eindruck nur selten von Pixelklumpen oder hässlichem Treppcheneffekt getrübt. Zwar wirkt das ganze Bild etwas weichgezeichnet, das fällt jedoch nicht störend auf.

Die Grafik ist durchgängig auf einem hohen Niveau. Bild: Bandai Namco

Grafisch ist das Spiel auch in der Virtual Reality ein Augenschmaus: Das Meer ist hübsch animiert und reflektiert Sonnenlicht. Fliegt man durch die volumetrischen Wolken, zittert das Flugzeug und es bilden sich Wassertropfen auf den Scheiben. Schießt man aus der Wolke heraus, blendet die Sonne. Und Explosionen feindlicher Flugjets sind genauso spektakulär, wie man es erwarten würde.

Inszenierung und Grafik sind bombastisch. Bild: Bandai Namco

Inszenierung und Grafik sind bombastisch. Bild: Bandai Namco

Fazit: Ein tolles, aber kurzes VR-Vergnügen

Wer die drei VR-Missionen durchgespielt hat, schaltet zwei weitere Spielmodi frei: Im Freien-Flug-Modus kann man die Landschaften ohne Gefahren und Hektik in Ruhe erkunden, während man im Air-Show-Modus eine Flugshow bewundern darf. An spielerischer Substanz fügen diese Modi den VR-Missionen nichts hinzu.

So bleiben die VR-Einsätze trotz bombastischer VR-Umsetzung nicht mehr als eine nette Dreingabe der Entwickler und können allein für sich den Kauf des Vollpreisspiels nicht rechtfertigen. Dafür bieten sie schlicht zu wenig Inhalt.

Ace Combat 7: Skies Unknown ist ab sofort im Playstation Store erhältlich. Das Spiel erscheint am 1. Februar zudem für Windows. Interessant: Die VR-Missionen sind nur bis zum 18. Januar 2020 PS4-exklusiv. Ob sie danach für den PC erscheinen, ist nicht bekannt.

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