VR-Brillen wie Oculus Rift und HTC Vive laufen mit schnellen Spiele-PCs, Oculus Quest hingegen hat nur einen Smartphone-Prozessor. Wie groß ist der grafische Unterschied zwischen PC- und Quest-VR? Youtuber vergleichen drei Spiele, die es für beide Systeme gibt.

Apex Construct

Der XR-Youtuber Tyriel Wood vergleicht die Grafik zwischen Quest und PC anhand des Pfeil-und-Bogen-Abenteuers Apex Construct. Das Ergebnis: Die Quest-Version ist grafisch deutlich reduziert.

Es gibt weniger und gröber aufgelöste Schatten, schwächere Lichteffekte, keine Reflexionen an Oberflächen und die  Texturen sind unschärfer und weniger detailliert. Die Levelarchitektur und das Gameplay bleiben weitgehend erhalten.

Nach unserem Eindruck direkt mit der Quest-Brille sind außerdem die Animationen etwas ruckeliger und die Physik weniger komplex. Das Video schmeichelt der Quest-Version tendenziell eher, denn unter der VR-Brille fallen grafische Schwächen deutlicher auf als am Monitor. Apex Construct ist ein Grenzfall: Mit Quest dank Bewegungsfreiheit durchaus genießbar, aber auf dem PC atmosphärisch und technisch wesentlich überzeugender.

Beat Saber

Der deutsche Youtuber VoodooDE nimmt Beat Saber für den Grafikvergleich: Der VR-Hit muss anders als Apex Construct keine realistische Welt rendern, dementsprechend klein sind die visuellen Unterschiede zwischen der Quest- und PC-VR-Version. Erst in der Standbildanalyse zeigt sich, dass die Quest-Version grafisch leicht abgespeckt ist. So sind die Wände beispielsweise nicht mehr transparent und das Bild ist an den Rändern geringer aufgelöst.

Unser eigener Eindruck nach dem Quest-Test: Beat Saber sieht etwas schlechter aus, aber das macht nun wirklich keinen Unterschied beim Spielerlebnis. Da man sich mit Oculus Quest viel freier und ohne Kabel bewegen kann, ist die Quest-Version der Rhythmus-Säbelei definitiv die beste Variante.

Space Pirate Trainer

UploadVR macht den Grafikvergleich anhand des VR-Wave-Shooters Space Pirate Trainer. Auf der linken Seite sieht man die Rift-S-Version, auf der rechten die Quest-Version. Hier wurden vor allem die Licht-, Explosions- und Partikeleffekte reduziert. Das Kraftfeld des Schilds wirkt nicht annähernd so schön wie im PC-Original.

Beim Gameplay gibt es keine Unterschiede: Die Quest-Version zeigt ebenfalls ganze Schwärme von Gegnern trotz wesentlich geringerer Rechenleistung.

Unser Eindruck: Space Pirate Trainer profitiert wie Beat Saber mehr von der Quest-Kabelfreiheit, als dass die weniger schöne Grafik stören würde. Gelegentliche Ruckler und nur 72 Bilder pro Sekunde (Rift S: 80, Rift / Vive / uvm.: 90) fallen im Vergleich zur PC-Version negativ auf, sind aber kein Gameplay-Killer.

Space Pirate Trainer ist ein geniales Zwischendurch-VR-Spiel und in jeder Hinsicht wie gemacht für Quest: Brille auf, drei Minuten zocken, Highscore knacken, Brille ab, fertig. Die Portierung ist gut gelungen.

Titelbild: Tyriel Wood / Fast Travel Games

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