Oculus Connect: Analysten hinterfragen Oculus' Marktstrategie

Oculus Connect: Analysten hinterfragen Oculus' Marktstrategie

Die vierte Oculus Connect stand im Zeichen autarker VR-Brillen. Das VR-Unternehmen kündigte die Budget-Brille Oculus Go an und zeigte einen fortgeschrittenen Prototyp von Santa Cruz, der räumliches Tracking und 3D-Controller unterstützt. Völlig unklar ist, ob die neuen Geräte Bewegung in die Industrie bringen können. VR-Marktforscher sind eher skeptisch.

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Der NPD-Analyst Mat Piscatella geht nicht davon aus, dass die neuen Produkte große Erfolge erzielen können. Besonders Oculus Go steht er kritisch gegenüber. Für Gamer sei die VR-Brille mangels Raumtracking nicht interessant und gegenüber Gear VR habe sie keine allzu großen Vorteile. "Das Gerät fühlt sich eher evolutionär als revolutionär an", sagt Piscatella gegenüber Games Industry.

Piers Harding-Rolls vom Marktforschungsunternehmen IHS Markit glaubt zwar, dass autarke VR-Brille die Zukunft sind. Oculus Go müsse jedoch ein sehr viel hochwertigeres VR-Erlebnis bieten als Smartphone-Brillen wie Samsung Gear VR und Daydream View, um den höheren Preis zu rechtfertigen. Genau das sei aber nicht der Fall.

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Etwas optimistischer ist Stephanie Llamas von Superdata Research. Der Preis von 200 US-Dollar für Oculus Go sei gut angesetzt. In Kombination mit hochwertigen Inhalten könne das Gerät Virtual Reality den Weg in den Massenmarkt ebnen.

Zu viele Produktkategorien

Für den Marktforscher Harding-Rolls ist Santa Cruz das interessantere Gerät, weil es räumliche Bewegungen erfasst und 3D-Controller unterstützt. Da Santa Cruz viel mehr kosten wird als Oculus Go, werde aber auch dieses System keine breiten Käuferschichten ansprechen. Laut Harding-Rolls wird der VR-Markt noch auf Jahre eine Nische bleiben.

Piscatella glaubt nicht, dass eine dritte Produktkategorie neben stationären und mobilen VR-Brillen dem Markt helfen wird. Santa Cruz sei ein VR-System, das mehr bietet als Samsung Gear VR und Oculus Go, aber weniger als Oculus Rift und Touch. Das verwirre die Konsumenten.

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Könnte Zuckerberg Oculus fallen lassen?

Laut Stephanie Llamas experimentiert Facebook bewusst mit mehreren Produktkategorien. Das Unternehmen wolle herausfinden, welche Brille die größten Erfolgschancen hat. Doch was passiert, wenn sich auf absehbare Zeit keines der Geräte verkauft und Mark Zuckerberg kalte Füße bekommt?

Llamas denkt nicht, dass der Facebook-CEO Oculus aufgeben wird: "2005 schlug Zuckerberg eine Offerte über 75 Millionen US-Dollar für den Verkauf von Facebook aus. Das war ein Jahr nachdem die Seite ins Netz ging. Seine Vision war schon immer langfristig angelegt und er weiß, dass Facebook ein Teil von Virtual Reality sein muss", sagt Llamas.

Lewis Ward von IDC pflichtet ihr bei: "Ich denke, dass Mark Zuckerberg langfristig plant. Damit Facebook wächst, braucht das Netzwerk neue und vor allem soziale Erfahrungen. Oculus Go und Santa Cruz gehen in diese Richtung."

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| Featured Image: Facebook (Screenshot) | Source: Games Industry