Neue VR-Brille von Valve: Patent zeigt möglichen Controller

Neue VR-Brille von Valve: Patent zeigt möglichen Controller

Ein Patent könnte verraten, wie die VR-Controller für Valves mögliche neue VR-Brille "Deckard" aussehen. Die Zeichnungen deuten auf Änderungen beim Tracking hin.

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Im Oktober zeigte eine Stellenausschreibung, dass Valve weiter in VR investieren will, um "Millionen Kunden" zu erreichen. Ein am 22. November veröffentlichtes Patent eines VR-Controllers ist ein weiteres Indiz dafür, dass das Unternehmen es ernst meint und derzeit an einer neuen VR-Brille arbeitet. Das Gerät könnte die schon 2019 veröffentlichte PC-VR-Brille Valve Index ablösen.

Anzeichen dafür gibt es neben den Stellenausschreibungen zuhauf. Bereits im Juni veröffentlichte die US-Patentbehörde USPTO Valves Patent eines "Head-Mounted Display" mit Hinweisen auf drahtloses Streaming und aufgeteilte Recheneinheiten.

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Bei VR-Analyst Brad Lynch und Ars Technica sickerten zahlreiche Hinweise auf Valves kommende VR-Brille "Deckard" durch - aus Patenten, SteamVR-Updates und von Industrie-Quellen. Valve-Präsident Gabe Newell und Produktdesigner Greg Coomer deuteten ebenfalls die Arbeit an einem neuen VR-Headset an.

Nutzt Valve zwei Tracking-Varianten?

Das aktuelle Patent könnte den Aufbau Valves neuer VR-Controller zeigen. Anders als bei den Index-Controllern befindet sich der Tracking-Ring nicht mehr an der Seite über dem Handrücken, sondern über Stick und Knöpfen.

Eine Zeichnung von Valves Controller-Patent vom 32.11.2022

Der obere Tracking-Ring könnte sowohl für Standalone- als auch für SteamVR-Tracking mit Lighthouse-Basisstationen dienen. Die Handbefestigung lässt sich offenbar relativ leicht austauschen. | Bild: Valve, uspto.gov

Der Aufbau des Rings ähnelt Metas Quest-2-Controllern. Die Beschreibung führt aus, dass entweder Infrarot-LEDs oder Photodioden im Ring des Prototyps eingebaut sind.

So könnte Valve zwei verschiedene Tracking-Arten ermöglichen: das moderne Inside-out-Tracking mit den Frontkameras im Headset oder präzises Lighthouse-Tracking mit im Zimmer aufgebauten Basisstationen. Die erwähnten Stellenausschreibungen legten ebenfalls nahe, dass Valve den Fokus künftig auf integriertes Tracking legt, was für einen zumindest optionalen Standalone-Betrieb spricht.

Auch das Layout von Stick und Knöpfen nähert sich Metas Vorbild an: Ein Touchpad wie auf den Index-Controllern ist nicht mehr zu sehen. Eine wichtige Rolle spielt im Patent der Riemen zur Befestigung der Hand, der nach wie vor eine Besonderheit darstellt. Dank ihm bleiben die Hände sicher an den Controller gebunden, selbst wenn sich die Finger öffnen, etwa beim Werfen in VR.

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Bereits die Index-Controller bietet zwei Feineinstellungen für verschiedene Handgrößen, und zwar ein elastisches Zugband am unteren Ende und eine seitlich verschiebbare Einrastung am oberen Rand. Der neue Prototyp verschiebt das obere Ende mit einem im Schaft eingelassenen Schieberegler.

Fingertracking für "Valve Deckard"?

Ein Vorteil ist laut Valve, dass die individuelle Einstellung nicht die Griffposition verändert: So lägen die Finger stets korrekt über den Fingertracking-Sensoren. Sollte Valve sich bei einer neuen VR-Brille für diesen Prototyp entscheiden, ist also ähnliches Handtracking wie in der Playstation VR 2 und der Index eingebaut. Erwähnt werden dazu Näherungs- und Drucksensoren. Außerdem können beim Prototyp offenbar leicht die Handriemen ausgetauscht werden.

Patente sind wie gehabt kein Beweis für tatsächlich geplante Produkte. Lynch fiel etwa ein weiteres Prototyp-Bild im Dokument auf, das einen alternativen Aufbau mit einem seitlichen Ring wie bei der Valve Index oder Playstation VR 2 zeigt. Der Deckard-Controller könnte also am Ende ganz anders aussehen - falls Valve überhaupt eine neue VR-Brille bringt.

Quellen: uspto.gov, Twitter