Die Ankündigung von Half-Life: Alyx macht Valve Index bei Steam zum Topseller. Sorgt das Spiel für einen zweiten VR-Frühling?

Valve sei Dank: Plötzlich ist Virtual Reality für Spiele wieder ein heiß diskutiertes Thema. Dass Valve sein Mega-Franchise Half-Life exklusiv für die VR-Brille ankündigt, ist ob der schwierigen Verkaufslage speziell der Highend-Geräte einigermaßen überraschend – und dann auch wieder nicht.

Denn das Manöver war von langer Hand geplant: Valve-Chef Gabe Newell kündigte schon im Januar 2017 drei VR-Spiele an. Da war die VR-Brille Valve Index (Tests) nicht einmal ein Gerücht und die VR-Zukunft speziell fürs Gaming sah rosarot aus. Der Markt entwickelte sich anders, aber Valve hielt ganz offensichtlich am eigenen Fahrplan fest.

VR: Über Nacht wieder ein Thema

Dass die erste Half-Life-Ankündigung seit Jahren in der Gaming-Welt eine große Sprengkraft hat, zeigt der Trailer zu Half-Life: Alxy (alle Infos): Derzeit hat er mehr als sieben Millionen Aufrufe bei YouTube.

Kein anderes VR-Spiel rangiert auch nur ansatzweise in dieser Größenordnung. Die Reichweite ist vergleichbar mit jenen von Mega-Franchise wie “Call of Duty”, “Super Mario” oder “Uncharted”. Weltweit berichten Gaming-Medien und die Mainstream-Presse über den neuen Spieletitel – und immer geht es um VR. Die VR-Exklusivität polarisiert die Spielergemeinde natürlich, aber auch das sorgt für Aufmerksamkeit.

Half Life Alyx City 17

Mehr als zehn Jahre warteten Half-Life-Fans auf ein neues Spiel. Jetzt kommt es, aber nur für VR – viele Spieler haben aber keine VR-Brille. Das polarisiert. BILD: Valve

Half-Life: Alyx schießt Valve Index bei Steam nach oben

Schon jetzt, rund vier Monate vor dem Marktstart, wirkt sich das nächste Half-Life-Spiel auf die VR-Verkaufszahlen aus: Valves VR-Brille Index erklimmt den ersten Platz der wöchentlichen Steam-Topseller und verweist gar den Star-Wars-Hit “Jedi: Fallen Order” auf den zweiten Platz.

Das ist noch kein Vorbote einer VR-Verkaufswelle: Valve Index schaffte den ersten Platz schon zum Marktstart und rangiert generell in den Top 10, die nach Umsatz berechnet werden. Aber ein Achtungserfolg ist es allemal, da die Konkurrenz stark ist und das Weihnachtsgeschäft startet.

Ob Alyx tatsächlich für einen zweiten VR-Frühling sorgen kann, wird dann der März zeigen: Sicher, so heißt es, Software verkauft Hardware. Jedoch war Hardware selten so schwer zu verkaufen, wie es bei VR-Brillen der Fall ist.

Das liegt nicht nur am Preis oder der Auflösung oder an sonstigen Spezifikationen, sondern daran, dass es gewöhnungsbedürftig ist, einen Computer im Gesicht zu tragen. An diesem grundlegenden Hindernis ändert selbst ein Half-Life nichts – und wird daher auch nicht im Alleingang die VR-Welt aufmischen. Das ist absehbar und eine zu hohe Erwartungshaltung birgt Risiken, die gerade die VR-Szene kennen sollte. Dennoch setzt Valve mit Half-Life: Alyx ein mächtiges Ausrufezeichen. Der März wird spannend.

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