Immer wenn’s visuell wird, spielt Augmented Reality die Stärken aus. Profitieren könnte davon zum Beispiel die Modeindustrie.

Die italienische Luxusmodemarke Gucci hat eine iOS-App veröffentlicht, mit der man die neuesten Gucci-Sneaker via Augmented-Reality-Effekt auf den eigenen Fuß projizieren kann.

In der App sucht man sich den Wunsch-Sneaker aus und zeigt dann mit der Kamera auf den Fuß. Anschließend wird der Schuh in der passenden Größe über den Fuß gelegt.

Da der Fuß der AR-Software als visuelle Markierung dient, an die der digitale Schuh anhaftet, kann man den digital beschuhten Fuß wie in der Realität drehen und wenden und den Sneaker aus allen Winkeln ansehen. Der AR-Schuh kann außerdem fotografiert werden – falls man vor der Kaufentscheidung noch die Meinung von Freunden einholen muss.

Digitale Anprobe auf dem Vormarsch

Entwickelt wurde Guccis AR-App vom weißrussischen Startup Wannaby, das schon im Februar eine ähnliche App für Sneakers auf den Markt brachte. Mit “Wanna Nails” (siehe App Store) bieten sie auch eine AR-Anwendung für Fingernägel.

AR-Apps für die digitale Anprobe haben gerade Konjunktur: Nike zeigte kürzlich eine AR-App, die den Fuß sogar exakt vermessen können soll für die perfekte Schuhgröße. Auch Zara und L’Oréal investieren in AR-Vermarktung.

Die reale Anprobe kann die Software natürlich nicht ersetzen: Wo drückt der Schuh? Wie fühlt sich der Stoff an? Aber gerade in der Anbahnung in Online-Geschäften hat AR durchaus Potenzial, den Einkaufsprozess umzukrempeln im Vergleich zum herkömmlichen Bildschirm-Shopping.

Mehr erfahren über Augmented Reality und Shopping:


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