Mit der "Insta360 Pro" lassen sich 360-Grad-Filme in 8K drehen

Mit der

Das chinesische Unternehmen Insta360, das für seine iPhone-Ansteckkamera bekannt ist, will neu auch das Highend-Segment bedienen und stellt mit der "Insta360 Pro" eine Kamera vor, mit der sich 360-Grad-Videos drehen lassen, die selbst unter der VR-Brille noch schön anzusehen sind.

Anzeige
Anzeige

Die Kamera verfügt über sechs 200 Grad-Fischaugenlinsen und wird per hauseigener Smartphone-App gesteuert. Die Bilder der Kamera können entweder in Echtzeit vom Gerät oder nachträglich auf einem Rechner von einer hauseigenen Software automatisch zusammengenäht werden. Das ist insofern von Bedeutung, als man in einer höheren Auflösung und Bildwiederholrate drehen kann, wenn man sich für das nachträgliche Stitching entscheidet.

360-Grad-Videos in stereoskopischem 3D können in einer Auflösung von 6K (6400 x 6400 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunden aufgezeichnet werden, sofern man die Bilder nachträglich zusammennähen lässt. Will man das nicht, muss man mit 4K (3840 x 23840 Pixel) bei 25 Bildern pro Sekunde vorliebnehmen

___STEADY_PAYWALL___

Möchte man auf den 3D-Effekt verzichten, lassen sich 360-Grad-Videos gar in 8K (7680 x 3840 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde drehen - aber nur bei nachträglichem Stitching. Aktiviert man das Echtzeit-Stitching sind es noch 4K (3840x1920) bei derselben Bildwiederholrate. Die Kamera bietet außerdem einen Zeitraffer- und einen Hochgeschwindigkeitsmodus. Bei letzterem können 4K-Videos mit 100 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden.

Live-Streaming mit bis zu 4K, Fotos in 8K und 3D

Auch das Live-Streaming ist möglich. Hier stehen zwei Optionen zur Verfügung: Ein Streaming mit 3840 x 3840 Pixeln bei 25 Bildern pro Sekunde (hier kommt der H264-Kompressionsstandard zum Tragen) oder mit 3840 x 1920 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde (wahlweise H264 oder H265). Ob ein Streaming in 3D möglich ist, ist nicht bekannt.

Das Livestreaming setzt eine Wi-Fi-, Ethernet- oder 4G-Verbindung voraus und soll alle gängigen sozialen Netzwerke unterstützen. Youtube erlaubt seit Anfang Dezember das Live-Streaming in 360 Grad und 4K. Ab 2017 sollen auch Facebook-Nutzer flächendeckend in 360-Grad streamen können. Twitter folgt demnächst.

Nebst Videos kann die Insta360 Pro auch 360-Grad-Fotos in 8K (8192 x 8192 Pixel) schießen, wahlweise mit oder ohne 3D-Effekt. Die Bilder können im JPG- oder RAW-Format ausgegeben werden.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 3,50 € / Monat
logo

Die Kamera wiegt ca. 1,2 Kilogramm und hat einen Durchmesser von rund 14,3 Zentimeter. An Anschlüssen bietet die Kamera unter anderem HDMI (um die Aufnahmen zu begutachten) und USB 3.0 (zur Übertragung der Daten). Das Film- und Bildmaterial kann auch auf einer SD-Card gespeichert werden. Zwei Mikrofone sind integriert, wahlweise kann man ein externes Mikrofon anschließen. Die Batterie kann ausgewechselt werden und soll laut Angaben des Herstellers 75 Minuten durchhalten.

Gute 360-Grad-Kameras werden günstiger

Die Insta360 Pro soll ca. 3000 US-Dollar kosten und wird im ersten Quartal 2017 auf Amazon und im Online-Shop des Unternehmens erhältlich sein. Wer sich auf dem Laufenden halten will, kann sich hier für einen Newsletter registrieren.

Vergleichbare 360-Grad-Kameras sind Vuze und Hubblo, die ebenfalls noch diesen Frühling erscheinen und 799 US-Dollar bzw. 1.000 US-Dollar kosten sollen. und  Sucht man nach einer hochwertigeren Lösung, wird es teuer: Da wäre zum einen Nokia, das mit Ozo eine 360-Grad-Kamera für 40.000 Euro anbietet, die sich hier bestellen lässt. Zum anderen wäre da Facebook mit der Surround 360. Diese Kamera muss man allerdings selbst zusammenbauen, Facebook liefert nur die Baupläne. Die Komponenten kosten insgesamt 20.000 bis 25.000 Euro.

Insta360 ist bekannt für seine iPhone-Ansteckkamera, die Insta360 Nano. Im April kommt mit der Insta360 Air das Gegenstück für Android-Smartphones auf den Markt. Die Qualität dieser Aufnahmen reicht für die Betrachtung auf dem Monitor aus. Durch die VR-Brille gesehen sind die Videos zu detailarm und verpixelt.

| Featured Image: Insta360