Microsofts Militär-Hololens erreicht wichtigen Meilenstein

Microsofts Militär-Hololens erreicht wichtigen Meilenstein

Mit dem US-Militär konnte Microsoft einen lukrativen Hololens-Deal vereinbaren. Doch das Projekt lief bislang nicht wie geplant.

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Zwischenberichten des Pentagons zufolge kämpften die Soldat:innen im Testprogramm in erster Linie mit der Technik. Gerade das Display der AR-Brille soll wegen der geringen Sichtfeldweite eine Schwachstelle bei Manövern sein. Zuletzt hieß es, die Militär-Hololens (IVAS) habe ihre Kampftauglichkeit bislang nicht bewiesen.

Wendet Microsoft den schlimmsten Fall ab?

Anfang März gingen einzelne Microsoft-Angestellte noch davon aus, dass nur geringe Verbesserungen an der Hardware möglich seien und weitere Kritik folgen würde. Sogar der Abbruch des Projekts durch das US-Militär soll seitens Microsoft in Betracht gezogen worden sein.

Das hätte Microsoft geschmerzt: Wegen des Prestiges, aber auch finanziell – denn die laut Vertrag 120.000 bestellen AR-Brillen könnten bis circa 2028 rund 22 Milliarden US-Dollar in Microsofts Kassen spülen. Das ist auch für den Software-Riesen eine ordentliche Summe.

Militär-Hololens erreicht wichtigen Meilenstein

In einer internen E-Mail gibt Microsofts Cloud- und KI-Chef Scott Guthrie jetzt ein Update zum IVAS-Projekt. Demnach wurde der aktuelle Prototyp für einen „Operational Test“ freigegeben, die nächste Stufe in der Evaluation für die Gefechtstauglichkeit der AR-Brille.

„Dies ist ein großer Meilenstein für das Team und die Krönung jahrelanger harter Arbeit“, schreibt Guthrie.

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Ein Sprecher der US Army bestätigte die nächste Testphase bereits Anfang Mai. Das Feedback der Soldat:innen sei zuletzt positiv gewesen und es hätte in den technischen Bereichen, die das Projekt verzögert hätten, ausreichende Fortschritte gegeben, um den Operational Test zu autorisieren.

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Microsoft setzt weiter aufs Business-Metaverse

Guthrie lobt zudem ein XR-Meeting-Projekt gemeinsam mit der Beratungsfirma Accenture, das auf Microsofts XR-Infrastruktur Mesh basiert. Microsoft habe dank der Präsentation beim Weltwirtschaftsforum in Davos jetzt eine „enorme Nachfrage“ von Kunden, die nach ähnlichen Projekten fragten.

Der XR-Hardware scheint Microsoft nicht generell abgeschworen zu haben, auch wenn bei Hololens derzeit vieles ungewiss ist. Laut Guthrie arbeitet Microsoft an besserer Mixed-Reality-Hardware und weiter an der Kollaborationsplattform Mesh für ein „immersiveres Metaverse-Erlebnis“. Gerüchteweise kooperiert Microsoft mit Samsung für ein neues XR-Gerät.

Quellen: Geekwire, Janes