Meta Quest: Canon bringt euer Gesicht in VR-Calls

Meta Quest: Canon bringt euer Gesicht in VR-Calls

Canons "Kokomo" bringt mehr Persönlichkeit in VR-Meetings. Anstelle der VR-Brillen "tragen" die Avatare eingescannte Gesichter.

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Interagiere mit einem Freund oder einer Freundin, als stünde er oder sie direkt vor dir: Dieses Versprechen soll die VR-App Kokomo von Canon einlösen. Die Videogespräche finden in einer immersiven Virtual-Reality-Umgebung statt und bieten ein besonderes Feature für mehr Persönlichkeit.

Obwohl der Gesprächspartner in Wirklichkeit eine VR-Brille wie die Quest 2 trägt, erscheint in der virtuellen Welt ein animiertes Bild seines Gesichts. Im Februar 2023 startete die Software in eine geschlossene Early-Access-Phase für Meta Quest, iOS und Android.

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VR-Calls mit der Quest 2

Der Einstieg ist denkbar einfach. Eine VR-Brille und ein Smartphone reichen aus, sofern es sich um unterstützte Modelle handelt. Die Companion App auf dem Handy fängt jeweils das Kamerabild der Gesprächspartner:innen ein und zeigt es vor einem virtuellen Hintergrund, ganz ähnlich wie bei einem Filter in Zoom & Co.

Ein realistischer Avatar in Kokomo vor einem Strandhintergrund.

Der von der Handy-Kamera aufgenommene Körper bekommt eine Art Fototapete des Gesichts – etwa dort, wo in Wahrheit die VR-Brille sitzt. | Bild: Canon

Eine Besonderheit ist das bereits erwähnte Einscannen des Gesichts, das vor der Nutzung mit einer entsprechenden Smartphone-App erfolgt. Im nächsten Schritt wird ein 3D-Modell erstellt, das in Kokomo-Calls den von der VR-Brille abgedeckten Bereich überdeckt.

Vorm Start eines Calls muss das Smartphone in Hüfthöhe aufgestellt werden, um den gesamten Körper filmen zu können - dann kann es losgehen.

Techcrunch hat die Software bereits ausgiebig getestet und lobt die Skalierungsmöglichkeiten. So ließen sich die Größenverhältnisse an das virtuelle Gegenüber anpassen, ohne dass es unheimlich wirke: "Wenn alles nach Plan läuft, ist Telepräsenz vom Feinsten, ohne die enormen Kosten typischer Telepräsenzsysteme", so Techcrunch-Redakteur Haje Jan Kamps.

In der Praxis sei dies derzeit aber meist noch nicht der Fall. Bei ersten Testverbindungen sei das ruckelnde Bild teilweise auf drei bis vier Bilder pro Sekunde gesunken. Zudem wirke der von der Kamera eingefangene Avatar zweidimensional, was mitunter an eine animierte Pappfigur erinnere.

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"Gesichtsmaske" in Virtual Reality

Auch die ins Bild eingeblendete "Maske" des Gesichts sei immer wieder verschwunden und wieder aufgetaucht, was die Immersion regelmäßig gestört habe. Wenn Canon all diese Probleme während des Early Access in den Griff bekomme, sei das Konzept aber sehr vielversprechend.

Die Hintergründe umfassen Wohnzimmer oder Strandkulissen wie Malibu und Hawaii. Des Weiteren lassen sich Bilder oder Videos mit dem Gesprächspartner teilen.

Kokomo ist kostenlos für Quest, Quest 2 und Quest Pro im App Lab erhältlich. Die Companion-App gibt es bereits für iOS und Android. Wer möchte, kann die Menüs der VR-App mit dem Handtracking der Quest 2 bedienen.

Quellen: Canon, Techcrunch