Metas CTO erklärt, weshalb Quest so wenig Android-Apps hat

Metas CTO erklärt, weshalb Quest so wenig Android-Apps hat

Meta Quest unterstützt nur eine Handvoll Smartphone-Apps. Hier liegt ein großes Potenzial einfach brach. Metas Technikchef erklärt, weshalb.

Meta Quest läuft auf Basis von Android, weshalb es im Grunde ein Leichtes wäre, beliebte Smartphone-Apps aus dem Google Play Store mit ein wenig Portierungsaufwand auf die VR-Plattform zu bringen.

Meta führte im November 2021 mit System-Update 34 Unterstützung für 2D-Apps im Quest Store ein. Zu den ersten unterstützten Android-Apps gehörten Facebook, Instagram, Smartsheet und Spike. Mehr Apps würden folgen, hieß es. Doch zwei Jahre später hat sich kaum etwas getan.

Messenger wurde in die VR-Plattform integriert und im September 2023 kam Whatsapp als 2D-App hinzu. Reichlich spät, wenn man bedenkt, dass der Kommunikationsdienst Meta gehört. Von Youtube und Netflix gibt es dedizierte VR-Apps. Andere essentielle Android-Apps mit Millionen von Nutzer:innen wie Discord, Spotify, Twitter und Reddit fehlen. Der Quest Store führt derzeit gerademal zehn 2D-Apps.

Weshalb Android-Apps wichtig für Quest sind

Meta Quest braucht die Anbindung an das Android-Ökosystem. Die wenigsten Nutzer-innen wollen sich beim Aufsetzen des Headsets von den Apps und Plattformen abkoppeln, die sie durch den Tag begleiten. Konkurrent Apple weiß das und so wird Vision Pro von Haus aus die meisten iPhone und iPod-Apps unterstützen. Ein riesiger Vorteil für Apple.

Während Apple volle Kontrolle über Soft- und Hardware seines Ökosystems hat, ergibt sich bei Meta ein ganz anderes Bild. Meta ist von anderen Akteuren abhängig: von den großen Plattformbetreibern und Entwickler:innen und nicht zuletzt Google selbst. So jedenfalls stellt es Metas Technikchef Andrew Bosworth dar.

Metas Technikchef: "Es liegt nicht an uns"

In seiner jüngsten Frage-und-Antwort-Runde auf Instagram geht Bosworth auf die mangelhafte Unterstützung von 2D-Apps ein und macht deutlich, dass es nicht an Meta liege, die Situation zu verbessern. Bosworth fordert die VR-Nutzer:innen auf, sich an die App-Entwickler:innen zu wenden:

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"Ich möchte darauf hinweisen, dass die Entwickler:innen dieser Android-Apps sie gerne als APKs in unseren Store bringen können. Es ist ein ziemlich unkomplizierter Prozess. Ihr solltet euch also auf jeden Fall an eure Entwickler-Communities wenden und sie ermutigen, ihre Apps auf die Plattform zu bringen."

Etwas später kommt er noch einmal auf die Problematik zu sprechen:

"Es gibt nichts, was Android-Entwickler:innen daran hindert, ihre Smartphone-APK in die VR zu bringen. Sie müssen uns nur die APK schicken, und vielleicht ein paar wenige Modifikationen vornehmen, je nachdem, wie sie die Bedienung haben wollen, aber vielleicht nicht einmal so viel. Wir haben keine Möglichkeit, die Apps automatisch einzulesen. Wir würden uns freuen, wenn Google seinen Play Store für VR zur Verfügung stellen würde. Wir haben sie gefragt, aber sie wollen es nicht tun. Es liegt also in gewisser Weise an den Entwickler:innen, das zu tun."

Etwas Grundlegendes an der Situation ändern dürfte sich erst, wenn Quest viele Millionen tägliche Nutzer:innen erreicht und Plattformbetreiber sowie Entwickler:innen Vorteile darin sehen, ihre Apps für die Plattform herauszubringen und aktuell zu halten.

Quellen: Boztank @ Instagram