Das IT-Unternehmen Epic Games hat einen Megainvest über 1,25 Milliarden US-Dollar klargemacht. Das Geld könnte auch VR und AR zugutekommen: Epic-Gründer und -Inhaber Tim Sweeney ist leidenschaftlicher Verfechter der neuen Medientechnologien.

Seit dem viralen Spielehit “Fortnite” gibt es für Epic Games kein Halten mehr: Fast 80 Millionen Spieler hat der Comic-Shooter weltweit, Tendenz steigend – obwohl der Titel schon vor rund einem Jahr auf den Markt kam. Das Spiel ist kostenlos, Schätzungen zufolge soll Epic Games bislang über eine Milliarde US-Dollar mit Miktrotransaktionen umgesetzt haben.

Dabei ist Epic noch viel mehr als nur Fortnite: Bekannte Spieleserien wie Unreal oder Gears of War stehen im Portfolio. Für VR entwickelte Epic den Robo-Shooter “Robo Recall”, einen der VR-Vorzeigetitel schlechthin. Die wichtigste Software ist die “Unreal Engine”, eine sehr häufig genutzte Entwicklungsumgebung für 3D-Programmierer.

Zu all diesen Umsatzströmen kommen jetzt weitere 1,25 Milliarden US-Dollar Risikokapital. Auf der Investorenliste stehen ausschließlich Investmentfirmen. Bereits investiert sind das chinesische Internet-Unternehmen Tencent und Disney. Oberster Entscheider bleibt der Firmengründer Tim Sweeney.

Investieren ohne Geldsorgen

Eben jener Sweeney ist bekannt als AR- und VR-Enthusiast und davon überzeugt, dass das Metaverse – eine virtuelle Zwischenwelt – nur noch ein paar Jahre entfernt ist. Ein wichtiger Entwicklungsschritt ist laut Sweeney die digitale Rekreation realer Menschen über Kameras und Sensoren. Epic arbeitet laut eigenen Angaben seit Jahren an entsprechender Motion-Capture-Technologie.

Bis 2030 sagt Sweeney circa vier Milliarden verkaufte AR- und VR-Brillen voraus, die dem Träger diese Möglichkeit bieten. “Vier Milliarden Menschen können sich dann teleportieren”, sagt Sweeney und hätten somit “kaum noch einen Grund, das Haus zu verlassen”.

VR sieht Sweeney als Marktbereiter für die AR-Revolution: “Virtual Reality erreicht vielleicht 200 Millionen Nutzer weltweit, hauptsächlich Hardcore-Gamer und Spielhallen-Besucher”, glaubt Sweeney.


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