PSVR 2: VR-Spiel Mannequin sorgt mit genialem Kniff für Nervenkitzel

PSVR 2: VR-Spiel Mannequin sorgt mit genialem Kniff für Nervenkitzel

Mit dem Online-Multiplayer-VR-Spiel Mannequin könnte Fast Travel Games ein Hit gelingen. Warum, verrät mein Preview.

Die Gamescom 2023 ist zwar schon ein paar Wochen her, aber ein VR-Spiel hat mich seitdem nicht mehr losgelassen: Mannequin. Am Stand des VR-Publishers Fast Travel Games durfte ich hinter verschlossenen Türen ein paar Runden des Multiplayer-Spiels mit dem genialen Kniff ausprobieren.

Was ist Mannequin?

Kurz vor der Gamescomm 2023 teaserte Fast Travel Games ein unbekanntes VR-Spiel an. Der Publisher gab sich kryptisch. Nun sind die Fakten allerdings bekannt und ich durfte das VR-Spiel während der Messe ausgiebig anspielen. „Mannequin“ soll im Laufe des nächsten Jahres für Meta Quest 2, Quest 3, PC-VR und Playstation VR 2 erscheinen.

Die Handlung ist, wie bei vielen PvP-Multiplayer-Titeln, schnell erklärt. In einer nicht näher definierten Zukunft wird die Welt von Aliens infiltriert und mysteriöse Vorfälle häufen sich. Da alle Kontaktversuche scheitern, schicken die Menschen Rettungstrupps aus, um die Gefahr ein für alle Mal zu bannen.

Die PvP-Partien sind für bis zu fünf Spieler ausgelegt, die sich auf die Seite der Aliens oder der militärischen Rettungstruppen schlagen und ihre Gegner besiegen müssen. So weit, so unspektakulär.

Was macht Mannequin so besonders?

Was Mannequin von anderen Multiplayer-Titeln unterscheidet, sind die besonderen Fähigkeiten der Aliens. In den Levels, die ihr in Mannequin spielt, ist die Zeit stehen geblieben. Wer sich dort bewegte, wurde von einer Sekunde auf die andere eingefroren. Die Umgebung ist also voll von starren Menschen.

Bei der Gamescom-Map handelte es sich um eine Forschungsstation voller eingefrorener Wissenschaftler:innen. Als Alien kann ich mich jederzeit per Knopfdruck in eine eingefrorene Person verwandeln und werde damit für meine Gegner quasi unsichtbar.

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Gleichzeitig genügt nur eine einzige Berührung, um Soldaten ebenfalls einzufrieren und zu besiegen. So entwickelt sich ein raffiniertes Versteckspiel, das vor allem für die menschliche Fraktion schnell zum Nervenkitzel wird. Zwischen all den eingefrorenen Figuren weiß ich als Soldat nie so recht, ob ich es mit einem harmlosen Menschen oder einem angriffslustigen Alien zu tun habe.

Mensch gegen Alien in VR

Als Mensch habe ich einen Scanner, der die Biester enttarnt. Der schlägt allerdings erst an, wenn ich mich dem „verkleideten“ Alien nähere. Also schleiche ich vorsichtig durch die verwinkelte Umgebung, während mein Blick immer nervös zwischen meinem Scanner und den vielen Personen um mich hin und her wechselt.

Bin ich mir sicher, eines der Wesen enttarnt zu haben, heißt es: Angriff. Für versehentlich getötete Menschen gibt es allerdings Abzüge in der B-Note. Während ich als Soldat meinen Scanner per Knopfdruck in ein Gewehr verwandeln muss, reicht als Alien eine einzige Berührung zum Sieg.

Außerdem kann ich mit einer Art Schnellteleport, ähnlich wie in Vampire: The Masquerade - Justice, blitzschnell nach vorn preschen. Bei diesem „Dash“ gleite ich durch alles Menschliche, das sich vor mir befindet. Dabei gelingt mir sogar das Kunststück, mehrere Soldaten gleichzeitig auszuschalten, kurz bevor ich entdeckt werde.

Mein Anspiel-Fazit zu Mannequin

Mannequin ist ein sehr gutes Beispiel für funktionierendes Gamedesign in Virtual Reality. Der Nervenkitzel entsteht erst dadurch, dass ich mich im virtuellen Raum tatsächlich zwischen potentiellen Aliens bewege. Im Grunde ist es Verstecken spielen für Erwachsene im Sci-Fi-Kostüm.

Meine knapp einstündige Anspiel-Session mit den Entwickler:innen hat mir Lust auf mehr gemacht. Vor allem auf Seiten der Aliens kommt eine geradezu diebische Freude auf, sich aus dem Nichts auf Gegner zu stürzen. Soldaten leben von der allgegenwärtigen Spannung des Unbekannten.

Bis zur Veröffentlichung im nächsten Jahr hat Mannequin noch Zeit, und die wird es auch brauchen. Zumindest auf Quest 2 kann das Spiel visuell noch nicht immer überzeugen. Die Orientierung auf der Map ist manchmal unnötig schwer und auch der eine oder andere Ruckler war noch zu spüren.

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