John Carmack wird schlecht von Metas Metaverse-Ausgaben

John Carmack wird schlecht von Metas Metaverse-Ausgaben

Meta steckt ungeheure Ressourcen in die Entwicklung des Metaverse. Zu viel, wie John Carmack findet. Er fordert mehr Effizienz.

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Der KI-Forscher und Podcaster Lex Fridman hat in seiner jüngsten Sendung den legendären Programmierer und ehemaligen Oculus-Technikchef John Carmack zu Gast. Mit über fünf Stunden ist es Fridmans bislang längste Podcast-Folge.

Carmack spricht über eine Fülle von Themen: von Wolfenstein, Doom und Quake, über das Metaverse und die Raumfahrt bis hin zu Kampfsport und seinem jüngsten Interessengebiet Künstliche Intelligenz.

Carmack trat Ende 2019 als Oculus-Technikchef zurück, um sich der Entwicklung einer Super-KI zu widmen. Er arbeitet weiter für Meta, allerdings nur in einer beratenden Rolle.

Carmack spricht offen über Meta

Im Podcast spricht er eine knappe halbe Stunde über Meta und Virtual Reality. Seinen Äußerungen legen nahe, dass er immer noch stark involviert ist in interne Vorgänge.

Carmack hat seit jeher einen Sonderstatus bei Meta inne und äußert offen seine Meinung, selbst wenn sie Metas PR zuwiderläuft. Auf der letzten Connect-Konferenz stellte Carmack Metas Metaverse-Entwicklung infrage und erst kürzlich kritisierte er, wie das Unternehmen die Preiserhöhung der Quest 2 begründet.

Bei Lex Fridman spricht Carmack über Metas kostspielige Metaverse-Investitionen. Das Unternehmen gab 2021 mehr als zehn Milliarden US-Dollar für die Reality-Labs-Abteilung aus, die viel Forschung und Entwicklung betreibt und an vielerlei VR- und AR-Produkten arbeitet.

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Carmack: „Könnten viel effektiver sein“

Zehn Milliarden US-Dollar: Das sei eine Zahl, die Carmack laut eigenen Angaben nur schwer verarbeiten konnte. „Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass so viel Geld ausgegeben wird“, meint Carmack.

Die hohen Ausgaben sei eine Art, wie Meta Engagement demonstriere. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen – Carmack nennt Google als Beispiel – halte Meta an der Finanzierung der VR-Projekte fest.

„[Virtual Reality] wird nicht verschwinden, die Arbeit geht weiter, ich wünschte nur, all diese Ressourcen würden effektiver eingesetzt“, so Carmack, der sich schon bei früherer Gelegenheit über verschwendete Ressourcen beklagte.

Carmack verweist auf kleinere Unternehmen, die mit Meta konkurrieren, aber nur über einen Zehntel des Personals verfügen und so agiler seien. Zu viele und zu große Abteilungen, so deutet Carmack an, führen zu einer Silo-Mentalität, bei der das Personal nur noch an der Lösung eigener, eng definierter Aufgaben arbeitet und das Große und Ganze aus den Augen verliert.

„Ich glaube, unsere Effizienz könnte mehr als zwei oder viermal so hoch sein. Ich sage ständig, dass wir es besser machen können.“

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