Ikea-App löscht jetzt eure Möbel und ersetzt sie durch eigene

Ikea-App löscht jetzt eure Möbel und ersetzt sie durch eigene

Die Ikea-App bekommt eine nützliche Funktion: Sie lässt bestehende Möbel verschwinden und die eigene Wohnung damit von Grund auf neu einrichten.

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Ikea Kreativ heißt das neue Tool, das die eigene Wohnung digital leerräumt und zu einer Leinwand für die eigenen kreativen Einrichtungsideen macht.

Das Werkzeug erfordert ein Abscannen des Raums. Dafür müsst ihr zunächst eine Reihe von Fotos aufnehmen und das Smartphone danach in einer Achterfigur bewegen. Auf dieser Grundlage wird ein Foto generiert, das ihr in der App oder auf einem Computer weiterverarbeiten könnt. Danach lassen sich einzelne Möbel digital entfernen.

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Zu guter Letzt könnt ihr Ikea-Möbel auswählen, drehen und an der gewünschten Stelle im Raum platzieren.

Ikea Kreativ liefert gute, wenn auch nicht perfekte Resultate

Die Qualität des Ergebnisses kann variieren, wie ein Testbericht von The Verge zeigt. So weiß die Software mitunter nicht, wo ein Teppich endet, weil er durch ein anderes Objekt verdeckt wird oder sie füllt vormals verdeckte Bereiche nicht hinreichend auf (siehe Fotovergleich unten).

Auch das Einfügen von Ikea-Möbeln kann zu Artefakten führen. Dennoch sei das Tool sehr nützlich, weil sich damit ganz gut überprüfen lässt, ob das Design und die Farbgebung eines Möbelstücks zu seiner Umgebung passen.

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Oberes Foto: Physische Möbel. Mittleres Foto: Einige Möbel wurden gelöscht. Unteres Foto: Digitale Möbel wurden an ihre Stelle gesetzt.

Oberes Foto: Zimmerwand im Originalzustand. Mittleres Bild: Die Möbel und Objekte links und rechts des Fernsehschranks im gelöschten Zustand. Unteres Bild: Virtuell eingesetzte Ikea-Möbel. | Bild: The Verge / Ikea

Augmented Reality wird leider nicht unterstützt. Nutzer:innen können sich demnach nicht frei in der Wohnung bewegen und die Möbel aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Aus diesem Grund wird das Tool auch nur in Ikeas Standard-App und nicht in der AR-App Ikea Place angeboten.

Diminished Reality: Derzeit nur in 2D

In Augmented Reality wäre diese Aufgabe ungemein anspruchsvoller, da das Smartphone diese doppelte Arbeit (Löschen/Erweitern) in Echtzeit aus verschiedenen Perspektiven erledigen müsste. Dies erforderte eine stärkere räumliche Vorstellung sowie bessere Erkennung und Segmentierung einzelner Objekte.

Die gezielte Entfernung physischer Gegenstände in 3D bezeichnet man auch als Diminished Reality in Abgrenzung zu Augmented Reality, bei der die Wirklichkeit um digitale Objekte erweitert wird. Diminished Reality ist eine weniger erforschte und potenziell mächtige Technologie, die in Apps wie Ikea Place sehr praktisch wäre. Denn wer will schon physische Möbel wegräumen, um herauszufinden, ob eine neue Garnitur an deren Stelle passt? Ikea Kreativ leistet das, wenn auch vorerst nur in 2D.

Das neue Tool gibt es vorerst nur in den USA für iPhones, ein Lidar-Scanner ist nicht erforderlich. Eine Android-Version folgt noch diesen Sommer. Nächstes Jahr soll Ikea Kreativ auch in anderen Ländern starten.

Quellen: The Verge