HTC rüstet Vive Focus 3 mit Augen- und Gesichtstracking auf

HTC rüstet Vive Focus 3 mit Augen- und Gesichtstracking auf

HTC rüstet sich für den Konkurrenzkampf mit Pico, Meta und Apple: Die Standalone VR-Brille Vive Focus 3 bekommt Module für Augen- und Gesichtstracking.

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Der Vive Focus 3 Gesichtstracker filmt laut HTC mit einer Mono-Kamera die Lippen, Kiefer, Wangen, Kinn, Zähne und Zunge, um aus dem Videomaterial „lebensechte Gesichtsausdrücke und Mundbewegungen“ für Avatare zu generieren. Diese werden in Echtzeit vom VR-Brillenträger auf den Avatar übertragen.

Die Tracking-Rate liegt bei 60 Hz bei einem diagonalen Sichtfeld von 151 Grad. Laut HTC ist dank des Trackers eine lippensynchrone Stimmübertragung auf Avatare bei „minimaler Latenz“ möglich. Als Anwendungsbeispiele nennt HTC Präsentationscoaching, Kundendienstmanagement oder Training.

Das Gesichtstracking-Modul für Vive Focus 3. | Bild: HTC

Das Modul wird an der Unterseite der VR-Brille über USB-C verbunden und befestigt. Das Gewicht liegt bei rund 12 Gramm.

Eye-Tracking für natürlichere Interaktionen, Blicksteuerung und Forschung

Das Eye-Tracking-Modul vervollständigt die nonverbale Kommunikation zwischen VR-Avataren: Es überträgt die Augenbewegungen und Blinzeln des Brillenträgers auf einen Avatar und ermöglicht laut HTC so eine „realitätsnahe virtuelle Zusammenarbeit“. Unternehmen oder Forschungseinrichtungen können die Augenbewegungen zudem analysieren, um Nutzungsverhalten besser zu verstehen, etwa für Marktforschung oder bei Trainings.

Der neue Eye-Tracker für Vive Focus 3 wird in der VR-Brille über die Linsen gelegt und magnetisch gehalten. | Bild: HTC

Laut HTC unterstützt das Eye-Tracking-Modul zudem Blicksteuerung und sogenanntes Foveated Rendering, bei dem das Bild nur im Fokusbereich des Nutzers mit allen Details dargestellt wird, um Rechenleistung zu sparen. HTC nennt keine Details zum Einsparpotenzial durch das Renderverfahren.

 

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Das Eye-Tracking-Modul erfasst laut HTC

  • Blickherkunft,
  • Blickrichtung,
  • Pupillenposition,
  • Pupillendurchmesser,
  • und die Öffnung der Augen.

Es wird magnetisch in der VR-Brille befestigt und unterstützt die IPD-Einstellung. Das Gewicht liegt bei circa 54 Gramm. Blicke werden mit einer Frequenz von 120 Hz gemessen bei einer Genauigkeit von 0.5°~1.1°.

HTC rüstet sich für Next-Gen-VR

Der Eye-Tracker kostet 260 Euro ohne Mehrwertsteuer, der Gesichtstracker liegt bei 100 Euro ohne Mehrwertsteuer. Die beiden Module können jeweils einzeln gekauft und in Vive Focus 3 integriert werden. Interessierte sollen mit dem HTC-Vertrieb Kontakt aufnehmen.

HTC verspricht eine „sehr einfache“ Entwicklung: Beide Module unterstützen Unity, Unreal und Native (Gesichstracker) sowie das Vive WaveSDK und die kommende OpenXR-Schnittstelle für All-in-One-VR.

Die beiden neuen Tracker filmen Augenbewegungen und weite Teile des Gesichts. | Bild: HTC

Mit dem Zubehör rüstet sich HTC für die nächste Welle VR-Brillen, die voraussichtlich ab Ende September und im Oktober auf den Markt kommen: Neue Geräte von Pico (Pico 4 Pro), Meta (Quest Pro), Sony (Playstation VR 2) und womöglich Apple bieten (wahrscheinlich) alle Augen- und zum Teil Gesichts-Tracking.