Die Investmentbanker von Goldman Sachs glauben, dass HTC Vive das neue Ass im Ärmel von HTC ist. Aber nicht wegen der Hardware – geht es nach den Bankern, dann soll HTC am Verkauf von Virtual-Reality-Software gesunden.

Kabetec VR-Brille

Dass HTC finanziell alles andere als auf der Höhe ist, zeigen die letzten Quartalsergebnisse. Der Verlust beträgt rund 148 Millionen US-Dollar, der Umsatz brach um 64 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr ein. Mittel- bis langfristig soll die neue VR-Brille HTC Vive und das damit verbundene Ökosystem die Kohlen aus dem Feuer holen – und Goldman Sachs glaubt, dass das gelingt.

“Wir glauben, dass die wichtigste Veränderung für HTC im VR-Zyklus ein verändertes Geschäftsmodell ist. Sie haben aus dem Smartphone-Zyklus gelernt und verstehen jetzt, dass der Wert von reiner Hardware schnell vergänglich ist, wenn die Industrie erwachsen wird. Für Virtual Reality hat sich HTC daher als Plattforminhaber positioniert.”

Laut den Bankern könnte die VR-Brille bis 2020 rund 60 Prozent des Umsatzes bringen, der größere Teil der Einnahmen soll durch den Verkauf von Software erzielt werden. Die HTC-Aktie stieg nach der Bekanntgabe von Goldman Sachs um 8,8 Prozent auf circa 2,90 US-Dollar (95 TWD).

Viveport und Non-Gaming-Anwendungen sollen HTC retten

Geht es nach Goldman Sachs, sollen die Software-Umsätze hauptsächlich durch den Verkauf von Non-Gaming-Anwendungen über die HTC-Vertriebsplattform Viveport generiert werden, ähnlich wie Apple mit dem Apple Store oder Sony mit dem Playstation Store. HTC stellte Viveport erstmals Anfang des Jahres öffentlich vor. Die Plattform ist bisher in erster Linie dafür gedacht, Vive-Spiele und -Anwendungen in Ländern zugänglich zu machen, in denen Valves digitale Vertriebsplattform Steam nicht verfügbar ist.

Aktuell läuft der größte Teil d…

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