Hospiz erfüllt Patienten Träume in Virtual Reality

Hospiz erfüllt Patienten Träume in Virtual Reality

In den USA erleben Patient:innen in Virtual Reality Ereignisse, zu denen sie in der Realität gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind. Wie VR-Glücksmomente gegen Angst und soziale Isolation helfen.

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Das Lily Hospiz im US-Bundesstaat Michigan bietet Patient:innen Erfahrungen in Virtual Reality an. Mit virtuellen Reisen an besondere Orte oder immersiven Erlebnissen schenken Pfleger:innen Sterbenden letzte Glücksmomente.

VR bringt Patienten an besondere Orte

Mit dem „Journey Program“ möchte das Hospiz Patient:innen besondere Erlebnisse ermöglichen. Zusammen mit Angestellten oder Angehörigen können die pflegebedürftigen Menschen durch die VR-Brille Momente erleben, zu denen sie aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen in der Realität nicht mehr in der Lage sind.

Neben virtuellen Reisen an beliebte Orte bietet die Einrichtung auch verschiedene Aktivitäten wie immersive Konzertbesuche, VR-Fischen oder Tauchgänge im virtuellen Meer an. VR-Meditationen sorgen für Entspannung und eine ruhige, friedliche Umgebung.

VR im Hospiz: Kraft durch Erlebnisse

„Wir hatten eine Patientin, die mit Delfinen schwimmen und unter Wasser tauchen ging, ein Lebenstraum. Sie war begeistert und brach in Tränen aus. Das ist sehr, sehr beeindruckend, sehr stark für die Menschen“, sagt Hospiz-Eigentümer Chris Warburton in einem Interview.

Durch diese neuen Erfahrungen will das Hospiz Patient:innen Kraft schenken. Künftig soll es auch personalisierte Erlebnisse geben. Warburton möchte lokale Besonderheiten aus Detroit in Virtual Reality bringen.

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Mithilfe von 360-Grad-Videos könnten Patient:innen virtuelle Spaziergänge an der Riverfront, in der Innenstadt oder außerhalb des Lieblingsrestaurants erleben. Auch Teilnahmen an Abschlussfeiern oder Hochzeiten von geliebten Menschen wären so möglich.

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VR als Mittel gegen Isolation, Angst und Schmerzen

Durch die VR-Erfahrungen würden die negativen Auswirkungen der sozialen Isolation wie Angst und Stress verringert. Zudem helfe Virtual Reality bei der Schmerzbehandlung, heißt es in der Programm-Beschreibung.

Das sind Erkenntnisse, die mittlerweile durch verschiedenen Studien belegt wurden. In Großbritannien wird Virtual Reality als Narkose-Ersatz eingesetzt. Über 2.000 Patient:innen pro Jahr bleiben durch die VR-Anästhesie von den Nebenwirkungen von Vollnarkosen verschont.

Auch chronische Schmerzen werden mit Virtual Reality behandelt. Das Start-up AppliedVR arbeitet etwa seit sieben Jahren an EaseVRx. Die Schmerztherapie-App darf nach einer erfolgreichen Kontroll-Studie durch die US-Arzneimittelbehörde für die Behandlung von Muskelrheuma und chronischen Rückenschmerzen eingesetzt werden.

Quellen: Lily Hospice, Fox