Speedruns sind so alt wie das Internet. Virtual Reality fügt der Videospieldisziplin eine neue Dimension zu: Hier werden Geschwindigkeitsrekorde unter reichlich physischem Einsatz gebrochen. Das zeigt ein Speedrun durch Valves VR-Spiel Half-Life: Alyx.

Der VR-Lauf wurde im Rahmen des Speedrun-Marathons Summer Games Done Quick (SGDQ) durchgeführt, der dieses Jahr rein digital stattfand.

Den wohl ungewöhnlichsten Speedrun absolvierte “Buffet Time”, der Half-Life: Alyx (Test) in unter 32 Minuten durchspielte. Wer Valves VR-Kracher kennt, weiß: Um bis ans Ende zu gelangen, braucht man locker zehn Stunden.

Diese Rekordzeit gelang Buffet Time und seinem Team weniger durch blitzschnelle Instinkte als durch eine Reihe raffinierter Tricks, die nur in Virtual Reality funktionieren und viel Beweglichkeit erfordern.

Während dreißig Minuten sieht man den Speedrunner mit Valves Index-Brille im Gesicht durch den Raum tänzeln, wendig von einer Ecke in die andere huschen, am Boden kriechen und in Sekundenschnelle wieder in eine kerzengerade Position hochschießen.

VR-Speedruns: Vorteil durch Körpergröße

Das auf Twitch und Youtube hochgeladene Video ist durchkommentiert und erklärt von Anfang bis Ende, was der Speedrunner tut und weshalb.

So erfährt man, mit welchen Tricks es die Jungs schafften, durch Wände, Böden und Decken zu gehen. Ein Tipp: Es hat unter anderem mit der Art und Weise tun, wie Half-Life: Alyx den digitalen Raum ausgehend vom VR-Spieler kalibriert.

Kriecht der Speedrunner mit der VR-Brille am Boden, glaubt das Spiel nach dem Ladevorgang, er stehe und stellt die Welt auf Augenhöhe dar. Steht der Spieler anschließend auf, wächst er über virtuell über sich hinaus und kann durch die Decke gehen. Groß zu sein, ist eindeutig von Vorteil beim Alyx-Speedrunning.

VR-Speedrunning: Athleten vorbehalten?

Die gegenteilige Bewegung ist ebenfalls möglich: An mehreren Stellen kriecht der Speedrunner wie ein Maulwurf unter dem Boden hindurch und taucht an anderer Stelle wieder auf.

Andere Exploits machen sich Bugs oder verquere Tastenbelegungen zunutze. So kann der Speedrunner ohne Unterbruch teleportieren und durchquert große Areale in Sekunden oder hangelt sich binnen Augenblicken von Fenstersims zu Fenstersims kunstvoll in die Höhe. Zu Handgreiflichkeiten mit Combine-Soldaten kommt es nur selten: Kämpfe sind dem VR-Flash Gordon zu schnöde.

Der Speedrunner musste zwar nicht wirklich durch City 17 joggen, schweißtreibend dürfte der Wettlauf gegen die Zeit und das entsprechende Training aber dennoch sein. Gut möglich, dass die VR-Speedrunner der Zukunft Athleten sein werden.

Titelbild: Games Done Quick

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