Googles neue 360-Kamera bringt die XR-Zukunft wieder etwas näher

Googles neue 360-Kamera bringt die XR-Zukunft wieder etwas näher

Zum Street-View-Jubiläum macht Google etwas, das aus der Mode gekommen ist: eine neue 360-Grad-Kamera vorstellen.

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Es gab mal eine Phase vor rund fünf Jahren, in der Hochzeit des VR-Hypes, da hatten wir beinahe wöchentlich Ankündigungen neuer 360-Grad-Kameras. Die ambitioniertesten Geräte sahen sogar vor, dass wir uns räumlich durch gefilmte Szenen bewegen. Facebook kündigte solche „Lichtfeldkameras“ (Manifold) schon vor Jahren an, führte die Geräte aber bislang nicht zur Marktreife.

Neue Street-View-Kamera für bessere Abdeckung

Jetzt stellt Google mal wieder eine neue 360-Grad-Kamera vor: Der Tech-Konzern packt die Technologie eines Street-View-Autos in ein Kameragehäuse, das laut Google in etwa der „Größe einer Hauskatze“ entspricht. Das Gewicht liegt bei rund sechs Kilo.

Die Kamera ist tragbar, alternativ kann sie auf einem Fahrzeug montiert werden. Bedient wird sie per Smartphone-App. Die Kamera kann laut Google erweitert werden, etwa durch einen Lidar-Sensor, der zusätzliche Tiefeninformationen aufzeichnet.

Eine 360-Grad-Kamera

„Kamera, warum hast du so große Linsen?“ „Damit ich für Google tolle 360-Aufnahmen für die AR-Cloud machen kann.“ „Ach so!“ | Bild: Google

Google will mit der neuen Kamera bestehende 360-Aufnahmen verbessern und insbesondere entlegene Orte, die für Street-View-Autos nicht zugänglich sind, ins Maps-System einspeisen. Derzeit ist die neue Kamera noch in einer Testphase, ab kommendem Jahr möchte Google sie weitläufig einsetzen.

Die AR-Cloud benötigt viele Fotos

Möglichst umfangreiche und qualitativ hochwertige Street-View-Daten sind für Google in zweierlei Hinsicht wichtig: Sie verbessern den aktuellen Maps-Service, klar. Aber sie sind gleichzeitig auch die Grundlage für das Google Maps der Zukunft, bei dem Google anhand von Fotos per KI-Rendering ganze Szenen in 3D rekonstruieren und für die AR-Cloud nutzen kann: Ein digitaler Zwilling der Welt ist das Ziel.

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Hier schließt sich der Bogen zum Einstieg: Die Technik für automatische volumetrische Aufnahmen, insbesondere bei Videos, erwies sich bislang zwar als zu komplex. KI-Rendering könnte dieses Problem jedoch zumindest für Fotos zeitnah lösen und aus 360-Grad-Aufnahmen (in Kombination mit 2D-Fotos) begehbare Orte machen. Google demonstrierte diese Möglichkeit bereits bei der neuen Immersive View für Google Maps anhand eines 3D-Durchflugs durch ein Restaurant.

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Dann käme auch VR wieder mehr ins Spiel: Mit einer VR-Brille könnte man etwa bei der Restaurant-Auswahl ein paar Schritte durch den Raum laufen, anstatt nur 360-Fotos anzusehen. Vielleicht gönnt uns Google dann mal wieder ein Update der hervorragenden Earth-VR-App – mit begehbaren Street-View-Szenen.

Quellen: Google Blog

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