Die Augen von Googles Assistant werden vielseitiger.

Auf der I/O 2019 kündigte Google neue Funktionen für die Objekterkennung mit Google Lens an. Laut ersten Medienberichten aus den USA rollen sie derzeit an ARCore-kompatible Android-Smartphones aus. Ab wann und in welchem Umfang sie nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt. Unterstützung für weitere Sprachen ist allerdings bestätigt.

Neu ist, dass Google Lens jetzt zum Beispiel Text auf Schildern digital verwertbar macht: Er kann direkt auf dem Schild markiert und kopiert und so übers Internet geteilt werden (Bildausschnitt Mitte). Menschen mit Leseschwäche oder Sehproblemen können sich den Text vorlesen lassen.

Beeindruckend ist die visuelle Übersetzung am Objekt selbst mittels der Augmented-Reality-Software ARCore: Japanische Schriftzeichen auf einem Zugticket werden durch die Kameralinse zu Buchstaben in englischen Sätzen (Ausschnitt ganz rechts).

Richtet man die Kamera auf ein Menü im Restaurant, durchsucht Lens Google Maps nach Bewertungen und zeigt automatisch die beliebtesten Gerichte an.

Beim anschließenden Bezahlvorgang kann Lens mit einem Blick auf die Rechnung den Betrag unter den Gästen aufteilen und ein angemessenes Trinkgeld vorschlagen.

Beim Shopping kann man Lens interessante Kleidungsstücke oder Möbel zeigen. Die Software sucht dann dazu passende Empfehlungen im Netz. Ladenbesitzer wird es freuen. Laut Google kann Lens mehr als eine Milliarde Objekte erkennen.

In den USA gibt’s ein AR-Feature passend zu den NBA Finals:

Ähnlich wie Sprachsteuerung könnte Lens verändern, wie die Google Suche funktioniert. Anstatt selbst Worte in den Suchschlitz zu hacken, fragt man den Assistant – oder zeigt ihm ein Objekt.

Lens ist über den Google Assistant oder in Google Photos verfügbar. Besitzer eines Pixel-Smartphones haben die Software direkt in die Kamera integriert.

Quellen: The Verge, CNN; Titelbild: Google

Weiterlesen über Google XR:


MIXEDCAST #159: Deepfake-Risiken, 6D-Cloud und VR-Amoktraining | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.