Handfeste Infos über die neue Ampere-Grafikkartengeneration von Nvidia sind rar. Jetzt sollen erste Spezifikationen für die RTX 3080 Ti geleakt sein.

Einige Informationen zu den neuen RTX-Karten gelten bereits als sicher. So soll Nvidia auf die 7nm-Fertigung setzen, was deutlich mehr Transistoren auf dem Chip erlaubt und die Leistung gegenüber den derzeitigen Turing-RTX-Karten deutlich erhöht.

Bezüglich der Leistung wurde bereits viel spekuliert. Angeblich soll bei den Ampere-Karten durch die neue Fertigung ein Leistungsplus von 50 Prozent erreicht werden. Bei professionellen Karten für Supercomputer wird sogar von 75 Prozent mehr KI-Leistung gesprochen.

Der Supercomputer „Big Red 200“ der Universität Indiana, der vor allem für KI-spezifische Rechenprozesse eingesetzt wird, soll mit den neuen Next-Gen-Karten auf eine Gesamtleistung von satten acht Petaflops kommen. Zur Einordnung: Ein Petaflop bringt eine Leistung von etwa einer Billiarde Gleitkomma-Berechnungen pro Sekunde.

Youtuber will wissen: RTX 3080 Ti 50 Prozent stärker als 2080 Ti

Die RTX-Grafikkarten für den Hausgebrauch sind natürlich längst nicht so stark. Youtuber Moore’s Law is Dead behauptet, finale Spezifikationen der RTX 3080 Ti mit dem GA102-Chip erhalten zu haben. Satte 84 Shader-Cluster mit insgesamt 5.376 CUDA-Kernen sollen angeblich verbaut sein. Zum Vergleich: Die RTX 2080 Ti weist „nur“ 68 Shader-Cluster mit insgesamt 4.352 Kernen auf.

Die Taktrate soll sich durch den 7nm-Fertigungsprozess auf circa 2,2 GHz belaufen. Der Videospeicher GDDR6 soll mit einer Geschwindigkeit von 18 Gbps glänzen. Die Bandbreite von 863 Gigabyte pro Sekunde würde sich insbesondere in höheren Auflösungen, etwa 4K, deutlich bemerkbar machen und bis zu 50 Prozent mehr Leistung bringen.

Zusammenfassungen anderer Leaks: 35 Prozent mehr Leistung realistisch

Allerdings sind das alles weiterhin bloß Spekulationen, die auf anderen Spekulationen und kaum nachzuvollziehenden Leaks beruhen, wie 3DCenter auswertet. Es ist demzufolge unwahrscheinlich, dass die 3080 Ti direkt mit voller Hardware antritt. So werde vermutlich eher mit einer etwas geringeren Shader-Cluster-Zahl angetreten, um beispielsweise später noch Luft für ein Refresh zu haben.

Bei angenommenen 80 Shader-Clustern wäre die 3080 Ti bei rund 5.120 Shader-Einheiten, was immerhin noch rund 17 Prozent mehr wären als bei der 2080 Ti. Weitere Performance-Sprünge müssten dann also von anderer Stelle kommen, etwa der Taktrate. Da klingen die bereits im Internet kursierenden Marken von insgesamt 35 Prozent Mehrleistung eher realistisch.

Es wird nicht mehr lange dauern, dann wissen wir mehr über die kommenden Ampere-Grafikkarten von Nvidia. Am 14. Mai wird Nvidia-Chef Huang die ursprünglich für die abgesagte GPU Technology Conference (GTC) geplante Keynote als Livestream nachholen. Die Ampere-Architektur wird sicher vorgestellt, sehr wahrscheinlich auch eine erste Profikarte beispielsweise für die KI-Branche. Offen ist, ob auch RTX-Gamer-Karten gezeigt werden.

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