Free Guy: Regisseur erklärt, weshalb Videospiel-Filme oft mies sind

Free Guy: Regisseur erklärt, weshalb Videospiel-Filme oft mies sind

Free Guy handelt von einer Videospielfigur, die ein eigenes Bewusstsein erlangt. In einem Interview erklärt Regisseur Shawn Levy, weshalb es so schwierig ist, einen guten Videospiel-Film zu machen.

Levy selbst scheint es gelungen zu sein: Free Guy überraschte Filmkritiker positiv und hält auf den Review-Aggregatoren Metacritic und Rottentomatoes derzeit eine durchschnittliche Wertung von 63 bzw. 86 Prozent.

Free Guy erzählt die Geschichte des generischen Videospiel-NPCs Guy (gespielt von Deadpool-Star Ryan Reynolds), der ein Bewusstsein und freien Willen entwickelt. Guy erkennt nach und nach, dass er nicht in einer echten Stadt lebt und gefangen ist in einem Online-Actionspiel, das an Fortnite und GTA Online erinnert, aus dem er mithilfe zweier Hacker fliehen will.

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Da Videospiel-Filme einen schlechten Ruf haben, haben Filmkritiker schon das Schlimmste befürchtet. Jetzt heißt es, Free Guys sei einer der besten Videospiel-Filme aller Zeiten und die Kino-Überraschung des Sommers. „Das Drehbuch ist so viel cleverer, als man es von Videospiel-Filmen aus Hollywood gewöhnt ist“, schreibt etwa das Kinoportal Filmstarts.de und nennt Free Guy „Die Truman Show“ für die GTA-Generation.

Free Guy: Keine Marke, keine Verpflichtungen

Die zahlreichen, meist miesen Videospielverfilmungen zeigen, dass es nicht leicht ist, einen guten Videospiel-Film zu machen. Free-Guy-Regisseur Shawn Levy weiß, weshalb: Man müsse sich eng an die Vorlage und die Erwartungen von Gamern halten, was dem Storytelling stets Grenzen auferlege.

Levy hätte ursprünglich das Videospiel Uncharted verfilmen sollen und schrieb sogar das dazugehörige Drehbuch, musste aus Timing-Gründen jedoch passen.

Mit Free Guy hat er nun einen anderen Videospiel-Film gedreht, mit einem wichtigen Unterschied: Free Guy beruht anders als Uncharted nicht auf einer populären Videospielmarke, was Levy zufolge der Grund für dessen Gelingen ist.

Von Fortnite und Co. inspiriert

„Ich kann es auch kaum erwarten, Uncharted zu sehen. Aber als Regisseur absolute kreative Freiheit zu haben, bei der ich zu nichts verpflichtet bin, außer den Ideen, die Ryan und mich begeistert haben, das hat wirklich Spaß gemacht“, sagt Levy gegenüber io9. „Ich durfte einen eigenen Film machen und eigenes Videospiel erfinden.“

Levy und sein Team hätten zur Vorbereitung eine Menge Videospiele gespielt und sich von jedem einzelnen inspirieren lassen. Die Beleuchtung stamme aus einem Spiel, die Waffen und Fahrzeuge aus einem anderen. Zugleich sei man stets darauf bedacht gewesen, sich nicht zu stark an bestehenden Marken anzulehnen.

Wie gut oder schlecht Free Guy wirklich ist, kann man demnächst selbst herausfinden: Der Film startet am 12. August in deutschen Kinos.

Quelle: Gizmodo, Filmstarts  Titelbild: 20th Century Fox

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