Das Schweizer Startup Foldaway will das wichtigste Körperteil des VR-Spielers mit einem Haptikeffekt verwöhnen: den Daumen. Dafür entwickelt es einen speziellen Analogstick.

Foldaways Haptik-Stick ist auf drei Beinen am Gehäuse des Controllers befestigt (siehe Titelbild). Wie ein herkömmlicher Analogstick kann er in alle Richtungen bewegt und zusätzlich eingedrückt werden.

Ein im Controller verbauter Motor erzeugt passend zu einem virtuellen Objekt und zur Daumenbewegung des Nutzers eine Gegenkraft. Hält der Nutzer beispielsweise ein weiches Objekt, lässt sich der Stick leicht eindrücken. Ist es ein hartes Objekt, gibt der Stick weniger nach. Drückt man zu hart, sackt der Joystick bis auf den Rand des Controller-Gehäuses ein – wahrscheinlich, um den Motor zu schützen.

Derzeit erzeugt der Motor eine maximale Gegenkraft von zwei Newton – das entspricht einer Abwärtskraft von rund 200 Gramm, zum Beispiel zwei Äpfel, die auf der Handinnenfläche ruhen. Bis zu 15 Newton sollen mit Designanpassungen möglich sein. Die Joystick-Gegenbewegung kann durch den Entwickler vorgegeben werden und soll zusätzlich die Eingabe des Nutzers berücksichtigen.

Ein Prototyp wurde auf der CES 2019 vorgestellt und von einem Tester mit dem Prädikat “eindrucksvoll” ausgezeichnet. Der Joystick könne komplexeres haptisches Feedback in VR-Controller bringen als typische Vibrationsmotoren bei “vertretbaren” Kosten. Ein finales Design könne optisch einem klassischen Joystick deutlich näherkommen als der auf der CES gezeigte Prototyp.

Foldaway Haptics ist derzeit mit rund 500.000 US-Dollar gefördert. Eine weitere Finanzierungsgrunde über zwei Millionen US-Dollar ist angedacht. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite.

Quelle & Bilder: Road to VR

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