Facebook will begehbare Erinnerungen erschaffen

Facebook will begehbare Erinnerungen erschaffen

Facebook will mittels maschinellem Lernen aus flachen Fotos und Videos dreidimensionale Erinnerungsräume generieren, die man mit der VR-Brille begehen kann. Auf der F8 zeigte das soziale Netzwerk eine erste Demo der Technologie.

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"Es ist wie ein Facebook-Album, das zum Leben erweckt wird", sagte Rachel Franklin auf der gestrigen Keynote. Franklin leitet Facebooks Social-VR-Projekte und die Entwicklung von Facebook Spaces, der Social-VR-App des sozialen Netzwerks.

In einer kurzen Demo (siehe Video unten) ist zu sehen, wie der KI-Algorithmus aus alten Fotos und Videos 3D-Punktewolken generiert, die an pointillistische Kunstwerke erinnern. Begeht man die räumliche Rekonstruktion in der Virtual Reality, erscheint das flache Bild- und Videomaterial an den Stellen, an denen es aufgenommen wurde.

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Nicole Lee von Engadget konnte eine Live-Demo der Technologie ausprobieren. Sie beschreibt ihre Eindrücke folgendermaßen: "Es war wie in einem Traum. Der virtuelle Raum fühlte sich nicht im mindesten lebensecht an, sondern eher, als hätte ich ein pointillistisches Gemälde betreten. Die Umgebung hatte eine ätherische, magische Qualität."

Kommt die Funktion für Facebook Spaces?

Unklar ist, wie fortgeschritten die Technologie und ob sie tatsächlich in der Lage ist, Dreidimensionalität aus einzelnen Fotos oder Videos herzuleiten oder ob eine größere Menge an Bildmaterial notwendig ist. Facebook zufolge handelt es sich um einen Prototyp. Über zukünftige Anwendungsszenarien will das Unternehmen nicht reden.

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Auf der Keynote betonte Franklin, dass es darum gehe, Erinnerungen auf eine neue, immersive Weise zu erleben. Dass Franklin die Technologie vorstellte, legt nahe, dass die Funktion als experimentelles Feature zuerst in Facebook Spaces Eingang finden könnte. Das ergäbe Sinn, ist Spaces doch die offizielle VR-App des sozialen Netzwerks und für das gemeinsame Betrachten räumlicher Inhalte aus der Facebook-Chronik ausgelegt.

Neben dieser Technologie stellte Franklin zusätzlich sogenannte 3D-Fotos für die mobile Facebook-App vor. Mit dieser neuen Funktion werden herkömmliche, mit der Smartphone-Kamera aufgenommene Fotos um einen Pseudo-3D-Effekt erweitert (siehe Video). Die 3D-Fotos können anschließend in der Facebook-Chronik mit Freunden geteilt werden. Die Funktion soll diesen Sommer an den Start gehen.

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| Featured Image: Facebook | Source: Engadget