The Surrogate spielt in einer Zukunft, in der Virtual und Augmented Reality den Alltag durchdringen und die Grenze zwischen physischer und digitaler Sphäre zunehmend verschwimmt. Die Entwirklichung löst Ängste aus und treibt die Protagonistin des Films in die Isolation. Der VR-Film lässt den VR-Nutzer auf verstörende Weise die Folgen dieses Rückzugs erfahren.

Kabetec VR-Brille

Wir schlüpfen in die Rolle von Juliana Bach, die einst eine glückliche Ehe führte. Was ihre Angststörung auslöste, ist nicht bekannt. Es wird nur angedeutet, dass sich die junge Frau mehr und mehr in die allgegenwärtige, digitale Sphäre zurückzog, und den Kontakt zur physischen Welt aufgab.

Unfähig, ihr altes Leben fortzuführen, bestellt sie für ihren Mann ein Surrogat: eine künstliche Frau, die ihren Platz in der realen Welt einnimmt. Zwischen den Zimmern der Wohnung wurden schmale Gänge für Juliana angelegt, in denen nur sie sich bewegt. Durch bullaugenförmige Fenster kann sie immerhin in die Zimmer blicken und passiv am Geschehen teilhaben.

Dass Surrogate und Wohnungspläne dieser Art existieren, legt nahe, dass solche Lebensformen in der dystopischen Zukunft des VR-Films keine Seltenheit sind.

Nahtloser Übergang zwischen CGI und Realfilm

In dieses düstere Szenario wirft The Surrogate den VR-Nutzer. Die schmalen Gänge sind computeranimiert und können mit dem Gamepad oder per Oculus Touch mittels fließender Fortbewegung erforscht werden. Blickt man durch eines der Fenster, sieht man eine gefilmte 180-Grad-Ansicht des jeweiligen Zimmers. Die computergenerierten Gänge und der Realfilm gehen nahtlos ineinander über, sodass man das Gefühl hat, in ein reales Zimmer zu schauen.

Während des Films beobachtet man durch die Fenster, wie das Surrogat nach und nach Julianas Platz einnimmt und hat keine Möglichkeit, ins Geschehen einzugreifen. Dass man nur durch dickes Glas am Leben draußen teilhaben kann, ist ein beklemmendes Gefühl und eine perfekte Metapher für den psychischen Zustand, …

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