Qualcomm zeigt auf der CES eine VR-Brille basierend auf dem neuesten, offiziellen noch unangekündigten Snapdragon-Referenzdesign für VR-Brillen.

Das Gerät kann wie Vive Cosmos ein Smartphone als Zuspieler nutzen. Die Vermutung liegt nahe, dass HTCs neue VR-Brille auf Qualcomms Blaupause beruht. Wenn das stimmt, könnte die gezeigte VR-Brille einiges über die technischen Eigenschaften der Vive Cosmos verraten, über die sich HTC noch in Schweigen hüllt.

Es wäre alles andere als neu, wenn sich HTC von Qualcomms Referenzdesign inspirieren ließe. Bereits die autarke VR-Brille Vive Focus basiert auf einer Qualcomm-Blaupause, die den Snapdragon-Chip 835 nutzt.

Auf der CES zeigt Qualcomm eine unbekannte Acer-Brille, die auf dem neuesten, noch unangekündigten Referenzdesign beruht, wie Road to VR berichtet. Die VR-Brille setzt auf Qualcomms aktuelles SoC-Flaggschiff, den Snapdragon 855 und kann per USB-C an einen PC oder eine mobile Recheneinheit angeschlossen werden. Das Gleiche stellt HTC für Vive Cosmos in Aussicht.

Kommt ein HTC-Smartphone, das als Cosmos-Zuspieler dient?

Beim gezeigten mobilen Zuspieler handelt es sich um ein Smartphone-Entwicklungskit mit dem Namen Qualcomm MTP-8150. Es enthält alle Komponenten und Eigenschaften eines zukünftigen Smartphones jedoch ohne optimierten Formfaktor.

Road to VR zufolge hat das Testgerät einen Snapdragon 855 verbaut und ist 5G-kompatibel. Es soll die VR-Brille mit Energie versorgen, sämtliche VR-Inhalte rendern und für die Berechnungen des räumlichen Trackings zuständig sein.

Gut möglich, dass HTC ein Smartphone basierend auf Qualcomms Smartphone-Entwicklungskit baut, das als mobiler Zuspieler für Vive Cosmos dient. Das dürfte dann auch erklären, weshalb sich HTC in Schweigen hüllt, was die Anschlussmöglichkeiten der neuen VR-Brille betrifft: Das Unternehmen hat noch kein derartiges Smartphone angekündigt.

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So sieht der mobile Zuspieler aus. BILD: Road to VR

Neue hochauflösende RGB-Displays

Weitere Parallelen zwischen dem Acer-Gerät und Vive Cosmos sind das hochklappbare Gehäuse und die abnehmbaren Kopfhörer.

Besonders interessant sind die Displays der Acer-Brille: Das Gerät hat zwei LC-Bildschirme mit vollwertiger RGB-Matrix, die eine Auflösung von 2.160 mal 2.160 Bildpunkten pro Auge bieten. Zum Vergleich: Die Vive Pro löst mit 1.440 mal 1.600 Bildpunkten auf. Das sind weniger als halb so viel Pixel.

Könnten in der Vive Cosmos diese Displays verbaut sein? Auf der offiziellen Produktseite spricht HTC von den “bisher schärfsten Displays” mit “minimalem Fliegengittereffekt” sowie einer vollwertigen RGB-Matrix.

Road to VR bezeichnet die Displays als “sehr eindrücklich”. Die Bildschirme hätten einen exzellenten Pixelfüllfaktor, den geringsten Fliegengittereffekt und das schärfste Bild, den der Redakteur jemals in einer VR-Brille mit einem Display dieser Art gesehen habe. Das Sichtfeld sei jedoch etwas kleiner als gewohnt, der Redakteur schätzt es auf 85 Grad.

“Selbst wenn diese Displays ein Sichtfeld 100 Grad unterstützen, dürften sie immer noch schärfer sein als bisherige und einen minimalen Fliegengittereffekt aufweisen”, schreibt der Redakteur.

Was es mit dem Acer-Gerät weiter auf sich hat, wollte Qualcomm nicht verraten. Road to VR vermutet, dass es sich um einen neueren Prototyp der Windows-Brille Acer OJO 500 handelt.

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 Titelbild und Quelle: Road to VR


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