Die Bodenplatte neigt sich dem Läufer entgegen für einen glaubhafteren Antritt.

VR-Laufmaschinen werden immer ausgefuchster. Das neueste Modell “Virtualizer Elite 2” des Wiener Herstellers “Cyberith” bietet einen besonderen Mechanismus, damit sich der Antritt beim VR-Gehen realistischer anfühlt: Die Bodenplatte neigt sich dem VR-Läufer entgegen, sodass dieser leicht bergauf marschiert.

Der Grund hinter dem künstlichen Aufgalopp: Da man in einer herkömmlichen VR-Laufmaschine nur auf der Stelle tritt, fehlen die Kräfte, die beim Start und Stopp der Laufbewegung entstehen. Das irritiert den Gleichgewichtssinn und stört das Laufgefühl.

Die leichte Neigung soll diesem Effekt entgegenwirken und für ein insgesamt glaubhafteres Laufgefühl sorgen. Sie wird fließend passend zur Laufrichtung justiert, der Neigungswinkel kann je nach individueller Vorliebe des Nutzers konfiguriert werden.

Trotz der leichten Steigung soll die virtuelle Fortbewegung laut Hersteller insgesamt weniger anstrengend sein als bei planer Ebene. Eine Vibrationseinheit in der Bodenplatte sorgt zusätzlich für haptisches Feedback. Das folgende Video zeigt das Laufband im Einsatz.

Das neue Laufband ist ab sofort für Geschäftskunden verfügbar. Anwendungsszenarien sind laut Cyberith unter anderem Training und Simulation (vor allem von Einsatzkräften), Out-of-Home Entertainment (Arcades, Entertainment Center) sowie Forschung und Entwicklung (Universitäten, Forschungsinstitute, Entwicklungsabteilungen). Preise gibt es auf Anfrage über die offizielle Webseite.

Keine Endverbraucherversion geplant

Eine Version für Endverbraucher ist laut Cyberith-Geschäftsführer Holger Hager nicht angedacht. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass ein anderer Hersteller diesen Markt auf absehbare Zeit angeht, sagt mir Hager. Bevor das passiere, müssten sich VR-Brillen erst im Massenmarkt durchsetzen.

“Realistisch betrachtet wird nur ein kleiner Teil der VR-Brillen-Nutzer eine große, schwere und mit höheren Kosten verbundene VR-Laufmaschine für den Privatgebrauch kaufen”, sagt Hager.

Aufgrund der “mechanischen Komplexität” der Geräte sei es schwierig, Preise anzubieten, die von Endverbrauchern akzeptiert würden. Um diese Preise zu erreichen, müsse man “besonders hohe Stückzahlen” produzieren. Entsprechend liegt Cyberiths Fokus auf Geschäftskunden. In der Zukunft könne sich das ändern, meint Hager, aber der mögliche Zeitpunkt sei seriös nicht einschätzbar.

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