Eine in Echtzeit berechnete Grafikdemo zeigt, dass Computerwelten in nicht allzu ferner Zukunft visuell kaum mehr von der Realität zu unterscheiden sein könnten.

Kabetec VR-Brille

Dass sich mit der Unreal Engine 4 erstaunlich realistische 3D-Grafiken erstellen lassen, haben schon zahlreiche Grafiker bewiesen. Der ehemalige 3D-Designer der Battlefield-Spiele Rens de Boer hat nun in zwei Jahren Arbeit die Grenzen des Echtzeitrenderings mit aktuell verfügbarer Hardware ausgetestet.

Die von ihm programmierte Demo (siehe Video unten) zeigt fotorealistische Grafiken auf Basis von Photogrammetrie. Bei diesem Aufnahmeverfahren werden mit einer Kamera Bilder aus verschiedenen Perspektiven geknipst, für ein 3D-Modell zusammengeführt und dann in eine 3D-Welt eingebaut. De Boer gibt an, dass er jedes Blatt bis zu zehn Mal teils unter verschiedenen Lichtbedingungen fotografiert hat.

Dieses aufwendige Produktionsverfahren sorgt auch bei einigen VR-Apps für lebensnah wirkende Erfahrungen. Das beweisen unter anderem die realistischen Umgebungen des deutschen VR-Startups Realities, die zum Beispiel den Kölner Dom oder das Death Valley visuell täuschend echt für die VR-Brille digitalisierten.

Highend-PC mit Nvidia-Grafik benötigt

De Boer ging mit zwei Nvidia 1080-Ti-Grafikkarten so ziemlich an die Grenze dessen, was für sehr ambitionierte Heimverbraucher so gerade noch umsetzbar ist. Eine einzelne Karte kostet bei Amazon derzeit über 1.000 Euro. Hinzu kommen ein Intel Core i7-5960X Prozessor und 64 GByte Arbeitsspeicher. Der Entwickler simuliert zudem den Waldboden mit Nvidias PhysX-Physikbibliothek. Für die dynamische und stimmungsvolle Beleuchtung kommt eb…

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