AMD steigt ins Geschäft um Virtual Reality ein. Der Chiphersteller gab gestern bekannt, das texanische Unternehmen Nitero gekauft zu haben. Dieses entwickelt Chips, die für eine Drahtlosübertragung großer Datenpakete optimiert sind, die der Schlüssel für drahtlose Highend-VR ist.

Dieses Jahr wollen eine ganze Reihe von Hardwareherstellern Wireless-Kits auf den Markt bringen, die VR-Brillen wie HTC Vive und Oculus Rift vom Kabel befreien. Der Unterschied zwischen diesen Herstellern und Nitero ist, dass letzteres Unternehmen die hierzu erforderlichen Chips selbst entwickelt.

Da AMD ebenfalls Chiphersteller ist, liegt der Kauf von Nitero nahe. AMD will sich damit ein Standbein im entstehenden Virtual-Reality-Markt sichern. Sollten Niteros Chip halten, was sie versprechen, könnten sie zu einem Standard für drahtlose Highend-VR werden. AMD wäre dann in der Lage, eigene Wireless-Kits auf den Markt zu bringen oder – was wahrscheinlicher ist – die Technologie an andere Hersteller lizenzieren.

Zuerst für Smartphones entwickelt

Nitero ist kein Neuling auf dem Markt. 2009 gegründet, hat es sich von Anfang auf die kabellose Übertragung großer Datenpakete spezialisiert. Die Chips waren zunächst für Smartphones optimiert. Als Palmer Luckey 2012 mit seiner Kickstarter-Kampagne den Hype um Virtual Reality lostrat, sahen die Chiphersteller einen lukrativen neuen Markt für ihr Produkt entstehen.

Im Januar 2016 stellte Nitero einen Chip namens NT4600 vor, der auf dem 802.11ad-Standard beruht und im Frequenzbereich von 60 Ghz operiert. Laut Nitero soll der Chip praktisch verzögerungsfrei einen Datendurchsatz von 3,5 Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Zum Vergleich: Über das HDMI-Kabel von Oculus Rift werden maximal 10 Gigabit pro Sekunde übertragen. Diese Lücke soll durch firmeneigene Kompressionsverfahren geschlossen werden, sodass drahtlose Bildübertragungen in 4K in greifbare Nähe rücken.

Niteros Chip s…

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