Update vom 1. Januar 2019:

AMD teilt mit, dass autarke Oculus-Brillen – anders als zuvor von AMD in Aussicht gestellt – kein VR-Streaming vom Desktop unterstützen werden. Grund dafür ist, dass Oculus die notwendige Companion-App nicht für den Oculus Store freigegeben hat.

Oculus könnte an einer eigenen Lösung für VR-Streaming arbeiten.

Ursprünglicher Artikel vom 16. Dezember 2018:

Mit “Radeon ReLive for VR” will AMD SteamVR-Streaming an mobile VR-Brillen ermöglichen.

Derzeit unterstützt AMDs Software SteamVR-Streaming an Vive Focus (Download im mobilen Vivport Store) und Daydream-Brillen. Unterstützung für Oculus Go und Gear VR soll zeitnah nachgezogen werden. AMD empfiehlt einen 5 GHz (802.11ac) WLAN-Router oder einen Access Point mit Kabelverbindung.

Zunächst installiert und startet man die ReLive-App auf der VR-Brille. Sie entdeckt und verbindet sich automatisch mit einer aktiven SteamVR-Instanz. In AMDs Remote-Play-Einstellungen unter ReLive -> Game & VR Streaming muss dafür die SteamVR-Unterstützung aktiviert sein.

Natürlich handelt es sich bei diesen Streams noch nicht um den Übertrag einer vollwertigen VR-Erfahrung. Viele VR-Apps und -Spiele benötigen Raumtracking oder virtuelle Hände. Beides können Vive Focus und Daydream-Brillen noch nicht oder nur eingeschränkt bieten. AMDs VR-Streaming ist daher eher für Gamepad-Spiele auf dem großen VR-Screen oder 360-Grad-Erfahrungen geeignet.

Deutlich interessanter könnte das SteamVR-Streaming werden, wenn im Frühjahr Oculus Quest erscheint, die erste autarke VR-Brille mit voller Bewegungsfreiheit samt virtueller Hände.

Das VR-Streaming klappt laut AMD mit den Karten RX 470, RX 480, RX 570, RX 580, RX 590 und den Vega GPUs. Weitere Informationen stehen hier.

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