AmazeVR: Millionen-Invest nach erfolgreicher Konzert-Tour

AmazeVR: Millionen-Invest nach erfolgreicher Konzert-Tour

Die Plattform für Metaverse-Konzerte AmazeVR hat erneut Erfolge zu vermelden. Nach einer erfolgreichen Kino-Tour sehen weitere Investoren Potenzial in virtuellen Konzerten.

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Die Betreiber der VR-Konzertplattform AmazeVR haben neue Unterstützer gefunden: Investoren stecken weitere 17 Millionen US-Dollar in das Unternehmen.

Angeführt wird die laufende Serie-B-Finanzierung von Mirae Asset Capital. Dieser und einige weitere Kapitalgeber erneuerten ihre Investition, darunter der Ableger Mirae Asset Venture Investment, CJ Investment, Smilegate Investment, GS Futures sowie LG Technology Ventures. Neue strategische Investoren umfassen CJ ENM und Krafton.

17 Millionen Dollar für VR-Konzerte

Bisher hat das Start-up sein System auf diversen Touren getestet, etwa in speziell dafür hergerichteten Konzertbussen oder Kinos. Ab dem ersten Quartal 2023 will das Unternehmen die mit Tricktechnik angereicherten Live-Erfahrungen zu Musikfans nach Hause bringen. Mit dem In-Home-Streaming für VR-Brillen wie die Meta Quest 2 können Nutzende die Auftritte dann bequem im eigenen Wohnzimmer erleben.

Rap-Artist Megan Thee Stallion posiert vor einer surrealen Feuerkulisse.

Rap-Artist Megan Thee Stallion ist auch im Line-up für das kommende In-Home-Streaming vertreten. | Bild: AmazeVR

Idealerweise möchte AmazeVR bis Dezember 2022 noch weitere Geldgeber anlocken. Bereits im Januar konnte sich das Unternehmen Investitionen in Höhe von 15 Millionen US-Dollar sichern.

Ein Grund für die positiven Aussichten dürfte die erfolgreiche Tour „Enter Thee Hottieverse“ im Sommer gewesen sein. Das virtuelle Konzert von Rap-Größe Megan Thee Stallion tourte durch AMC-Kinos in 15 Städten, die zu 75 Prozent ausverkauft gewesen seien.

Laut Techcrunch sei das rund 4,3 Mal so viel Publikum wie bei der durchschnittlichen Auslastung der Kinosäle von 15 bis 20 Prozent. Gleichzeitig habe der Eintritt mit 20 bis 25 Dollar weit über dem durchschnittlichen Preis eines Kinotickets (9,17 Dollar) gelegen.

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AmazeVR plant In-Home-Streaming im Jahr 2023

Im ersten Quartal 2023 will AmazeVR seinen „Music Metaverse Service“ in allen großen VR App-Stores veröffentlichen.

Das Unternehmen nennt noch keine genauen Plattformen, deutet sie in der Pressemeldung aber schon an – darunter Apples von Gerüchten umrankte VR-Brille: „AmazeVR ist führend bei der Produktion von VR-Konzerten und dem Online-Vertrieb im Vorfeld einiger aufregender Markteinführungen im Jahr 2023, darunter Headsets der nächsten Generation wie das Meta Quest Pro (Oktober 2022) und das eigene VR-Headset von Apple.“

Das neue Kapital soll dabei helfen, die Partnerschaft mit Künstlern, Agenturen, Labels und Publishern auszubauen, erklärt CEO Ernest Lee. Auch Stars möchte AmazeVR für seinen Service gewinnen.

Neues Kapital für Rap- und K-Pop-Stars

Bereits bekannt ist eine Partnerschaft mit der K-Pop-Agentur „SM Entertainment“ (alias „Studio A“). Um Konzerte mit weiteren K-Pop-Firmen umzusetzen, sucht AmazeVR derzeit nach „AI-Engineers, Unreal Engine Engineers und VFX-Artists“. Das Studio aus Los Angeles besitzt auch eine Niederlassung in Seoul.

Der technische Hintergrund der Konzerte wirkt bereits jetzt anspruchsvoll: Die Events werden vorab mit selbst entwickelten 9K-Kameras aufgezeichnet. Für digitale Kulissen und Effekte setzt AmazeVR die Unreal-Engine ein. So entsteht eine Mischung aus Realfilm und digitaler Tricktechnik.

Quellen: AmazeVR, Techcrunch