Virtual Reality gibt Journalisten die Möglichkeit, ihre Geschichten erlebbar zu machen. Doch besteht auch die Gefahr, den journalistischen Anspruch zu verwässern. Acht Grundregeln, die bei der Verwendung von VR zu beachten sind.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Netzwerk Recherche. Die acht Grundregeln sind das Ergebnis einer Paneldiskussion vom 9. Juni.

Autor: Eike Hagen Hoppmann

1) Die entscheidende Frage: Warum VR?

Eine Frage, die bei VR-Geschichten unbedingt am Anfang stehen sollte: Warum erzähle ich die Geschichte mit Virtual Reality? „Das ist die entscheidende Frage“, sagt Jana Wuttke vom Deutschlandradio, die mit einem Team Stasiverhöre in VR aufbereitet hat. „Virtual Reality muss einen Mehrwert bringen.“ Der besteht darin, eine Geschichte erfahrbar und erlebbar zu machen. Man sollte sich fragen: Wo bringt mir das etwas?

2) Das Ziel im Auge behalten

VR bietet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten, aber genau dort besteht die Gefahr: Der Kern einer Geschichte kann aus dem Fokus geraten. „Wir haben uns bei O-Tönen oft gefragt: Brauchen wir die, um unsere Geschichte zu erzählen?“, sagt Wuttke. Was nicht mit Ja beantwortet werden kann, wird nicht verwendet.

3) Emotionen allein reichen nicht

Bei VR ist der Zuschauer ein Teil der Geschichte. Er erlebt die Ereignisse subjektiv und ist deshalb manipulierbar. Der journalistische Anspruch verlangt es, die…

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